Dritte Liga

Betriebserlaubnis für zwei Jahre

Matze Koch
Symbolbild

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Foto: Maurizio Gambarini / FFS

Längst hätte der Jahn-Sportpark abgerissen werden sollen. Nun wollen Viktoria 89 und Berlin Thunder das Stadion gemeinsam nutzen.

Berlin. Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz haben Viktoria 89 und die Footballer von Berlin Thunder am vergangenen Dienstag die gemeinsame Nutzung des Jahn-Sportparks erläutert. Das Stadion sollte eigentlich längst abgerissen werden.

Für Viktoria ist seine Reaktivierung so etwas wie der letzte Rettungsanker, weil bei einer Miete des Olympiastadions die Kosten auf Dauer sicher zu hoch und die Stimmung in der riesigen Schüssel eher trostlos gewesen wäre. „Unser Lizenzierungsverfahren hat gezeigt, woran es in Berlin mangelt. Wir brauchen ein drittligataugliches Stadion, perspektivisch vielleicht ein weiteres zweitligataugliches Stadion“, sagte Viktorias Geschäftsführer Peer Jaekel.

Das Stadion wird ein Provisorium bleiben

Die Ertüchtigung des Stadions wird aber nicht vollends gelingen. Die Innenbereiche der Tribüne werden weitgehend geschlossen bleiben. Für Belange wie Organisation,Polizei und Medien wird eine Container-Anlage errichtet. Neben der Gewährleistung des Brandschutzes ist die Flutlichtanlage das größte Sorgenkind. „Die Anlage hat keine Lampen mehr. Die Masten können auch nicht wieder bestückt werden. Es wird neue Masten geben. Wir arbeiten mit Hochdruck an dem Thema“, sagte Jaekel.

Die Kosten für die Instandsetzung des Sportparks liegen laut Jaekel im sechsstelligen Bereich. Mitgetragen werden sie von Berlin Thunder und Zeljko Karajica, der Geschäftsführer European League of Football und Viktoria-Investor in einer Person ist. Karajica: „Viktoria ist ein langfristiges Projekt, das finanziell unterfüttert werden muss. Durch Thunder verteilt sich die Last auf ein paar Schultern mehr.“

Die Betriebserlaubnis für den Jahn-Sportpark gilt jedoch nur für zwei Jahre. Dann wird er wohl wirklich abgerissen. „Aber nach dem Neubau soll auch das unsere zukünftige Heimat werden“, sagte Jaekel.

( Matze Koch )