WM 2018

Schalkes Heidel warnt nach WM-Aus vor "Selbstzerfleischung"

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Manfred Hendriock
Christian Heidel.

Christian Heidel.

Foto: dpa

Für Deutschland ist die Fußball-WM nach der Vorrunde beendet. Schalke-Manager Christian Heidel will, dass Joachim Löw Trainer bleibt.

Gelsenkirchen. Schalkes Manager Christian Heidel warnt den deutschen Fußball nach dem historischen WM-Aus vor einer “Selbstzerfleischung” und spricht sich für einen Verbleib von Joachim Löw im Amt des Bundestrainers aus. Auf Nachfrage der WAZ sagte Heidel am Donnerstag: “Ich glaube eindeutig, dass Joachim Löw nach wie vor der Richtige ist und würde es mir sehr wünschen, dass die Neuausrichtung mit Löw stattfindet.” Löw hatte nach dem Vorrunden-Aus bei der WM in Russland seine Zukunft offen gelassen.

Heidel begründet seine Rückendeckung für Löw damit, dass er nicht habe feststellen können, dass Löw bei der WM etwas grundsätzlich falsch gemacht habe. Dies betreffe auch die Kaderzusammenstellung mit so vielen Weltmeistern von 2014. Heidel. “Jogi hatte gar keine andere Wahl”, sagte Heidel, als die WM mit den Spielern anzugehen, die nun für das Aus verantwortlich waren. Auch er sei im Vorfeld der WM davon ausgegangen, dass die Weltmeister von 2014 nach den schlechten Testspielen den Schalter zum Turnierstart würden umlegen können, gab Heidel zu. Schalkes Manager mit Blick auf die Kritiker, die Löw nun ein zu großes Festhalten an den Weltmeistern von 2014 vorwerfen: “Den Aufschrei in Deutschland hätte ich erleben wollen, wenn er vielleicht fünf Weltmeister zu Hause gelassen hätte.” Heidel räumt ein, dass er an Löws Stelle vieles genauso gehandhabt hätte. Dass die Weltmeister von 2014 nun offenbar nicht auf die neue Herausforderung umschalten könnten, räumt auch Heidel ein: “Vielleicht war es nicht zu verhindern, dass es so kommt, wie es gekommen ist.”

Heidels Forderung: “Wichtig ist, jetzt nicht alles in Frage zu stellen.” Vor allem nicht die Zukunft von Löw.