WM 2018

So erklärt Robbie Williams seinen Stinkefinger bei der WM

Robbie Williams hatte bei der WM-Eröffnungsfeier seinen Mittelfinger in die Fernsehkameras gehalten. Nun erklärt er seinen Auftritt.

WM 2018 in Zahlen

Diese Fakten muss jeder vor der WM 2018 wissen.

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Berlin/Moskau.  Die WM-Eröffnungsfeier 2018 war nur wenige Minuten alt, da sorgte Sänger mit einer Geste schon für den ersten Skandal. Bei einer geänderten Liedzeile seines Songs „Rock DJ“ („I did this for free“ – „Ich habe dies umsonst gemacht“) streckte der britische Sänger Robbie Williams demonstrativ den Mittelfinger seiner linken Hand in die Kamera. Was er damit bezweckte – und an wen die Geste gerichtet war, blieb zunächst unklar.

Nun hat sich der Sänger geäußert. In der britischen Fernsehsendung „This Morning“ sagte er, er habe sich gedacht, dass es wirklich wichtig sei, „bei so einer Veranstaltung keinen internationalen Zwischenfall zu verursachen“. Das sei ihm gelungen. Ernst gemeint war diese Erklärung wohl eher nicht.

Robbie Williams: „Habe mit Mittelfinger die letzte Minute meines Auftritts angezeigt“

Video: Robbie Williams erklärt seinen Mittelfinger-Auftritt bei der WM

Dann legte Robbie Williams nach. „Ich stand unter großem Druck“, sagte er. Tatsächlich hatte es vor Williams’ Auftritt viel Kritik an dem Sänger gegeben. Beobachter hatten ihm vorgeworfen, mit seinem Auftritt dem umstrittenen russischen Staatspräsidenten Wladimir Putin einen Gefallen zu tun oder sehr gut von der Fifa bezahlt zu werden. Zuschauer der WM-Eröffnungsfeier hatten vermutet, dass der Mittelfinger und die geänderte Liedzeile eine Antwort auf diese Kritik waren.

Williams erklärte seinen Ausfall aber nun anders. Er habe noch eine Minute Zeit bei seinem Auftritt gehabt – und die habe er dann angezeigt. Dafür habe er den Mittelfinger benutzt.

Ob Williams solche Aktionen im Nachhinein bereue, fragten in die Moderatoren daraufhin. „Ja“, antwortete Williams kurz und musste sich ein Lachen verkneifen. Eigentlich versuche er, sich zurückzuhalten, doch: „Es gibt eine Blockade zwischen mir und meinem Verstand. Ich mache etwas, und fünf Minuten später denke ich mir, ‚Hab ich das jetzt wirklich gemacht ... oh ja, das hab ich‘.“ (sdo/ac)