Netzlese

Klinsmanns Entschuldigungszettel – Ein Appell an die Chefs

„Go USA!“: Dank Twitter und Jürgen Klinsmann konnten US-Arbeitnehmer einen Entschuldigungszettel als Vorlage für das Spiel gegen Deutschland herunterladen. Die Medienoffensive gefällt den Amerikanern.

Foto: Christian Hofer / Getty Images

Vor der WM hat Jürgen Klinsmann eine Breitseite von den amerikanischen Medien bekommen. Der US-Trainer hatte es gewagt, den Amerikanern zu erklären, dass der Titelgewinn für sein Team nicht realistisch ist. In seiner Late-Night-Show hat Jimmy Kimmel den Deutschen etwas unfein als Party-Zerstörer bezeichnet, noch ehe die Feier begonnen hat. Bei Youtube ist der Clip ein Hit, in dem der Entertainer fragt: „Wie können wir einem Deutschen unser Team anvertrauen, der glaubt, dass David Hasselhoff singen kann?“

Doch all das ist jetzt vergessen, und daran haben nicht nur die Auftritte der US-Boys bei der WM einen Anteil gehabt. Klinsmann selbst hat sich bei Twitter daran beteiligt, indem er einen von ihm selbst unterschriebenen Entschuldigungszettel postete, mit dem sich die Amerikaner für das Spiel gegen Deutschland bei ihren Chefs frei nehmen sollten.

Einen Tipp an den Boss liefert Klinsmann gleich mit: „Sie sollten als Führungskraft mit einem guten Beispiel vorangehen und auch frei machen. Go USA!“ Das ist der Geist, den die Amerikaner mögen. Zehntausende Twitter-User teilten den Aufruf. Damit hat Klinsmann womöglich mehr für die Popularisierung von Fußball in den Staaten gemacht, als eine erfolgreiche WM je hätte ausrichten können.