Kai-Pirinha

Ein paar Hamburger in Fortaleza

2:2 gegen Ghana! Traurig muss man darüber nicht sein, aber natürlich ist es auch kein Grund zum Feiern. Oder doch? Zwölf Hamburger hatten in Fortaleza jedenfalls ihren Spaß.

Gefeiert wurde natürlich trotzdem. Man reist ja nicht einfach so 7794 Kilometer durch die Weltgeschichte und lässt sich von so einem 2:2 gegen Ghana aus dem Konzept bringen… “Wir waren mit der Nationalmannschaft in Kasachstan und wir waren in Georgien – da braucht man doch nur wegen eines 2:2 im zweiten WM-Spiel kein Trübsal bleiben”, sagt Jan Walter Möller, der gemeinsam mit zwölf Kumpels aus Hamburg extra zur WM angereist ist. Ein Mal Hamburg-Horn nach Brasilien und zurück – das muss man erst mal machen.

Am 12. Juni sind die “DFB-Freunde Hamburg” in Salvador angekommen, haben Hollands 5:1-Sieg gegen Spanien gesehen, die Müller-Gala gegen Portugal bewundert und sich dann mit dem Auto auf die 1028 Kilometer lange Ochsentour von Salvador bis nach Fortaleza gemacht. Möllers Fazit: “Es ist eine Riesen-WM! Manchmal muss man in Brasilien zwar über C, D oder E fahren, wenn man von A nach B will, aber am Ende klappt es dann eben doch immer.”

Seit 1988 war der Hamburger mit seinen Jungs bei nahezu jedem großen Turnier dabei. Elf große Turniere haben er und seine Kumpels auf dem Buckel, doch der Brasilientrip ist etwas ganz Besonderes. Daran ändert auch so ein 2:2 gegen Ghana nichts. “Ich hatte vorher schon so ein komisches Gefühl”, sagt der 41 Jahre alte WM-Experte, “seit 1994 konnten wir nicht mehr das zweite Spiel gewinnen.”

Was ihm Mut macht: Ein Vorrundenaus gab es trotzdem nie. “Gegen die USA in Recife folgt die nächste Party”, sagt Möller. Er wird mit Sicherheit dabei sein.