WM-Qualifikation

Löw setzt gegen Kasachstan erneut auf spanisches System

Weil zur Zeit kein richtiger Stürmer einsatzfähig ist, muss der Bundestrainer an seiner Taktik vom letzten Spiel festhalten. Mario Götze soll die Funktion vom angeschlagenen Mario Gomez übernehmen.

Foto: Daniel Karmann / dpa

Bundestrainer Joachim Löw kündigte für das WM-Qualifikationsspiel am Dienstag (20.45 Uhr/ARD) in Nürnberg gegen Kasachstan „zwei, drei Änderungen“ an – am „spanischen System“ ohne echten Stürmer muss er notgedrungen wohl festhalten. Da Torjäger Mario Gomez weiter angeschlagen ist, spielt voraussichtlich wie schon am Freitag beim 3:0 in Astana der Dortmunder Mario Götze als „falsche Neun“.

„Ich bin gestern noch mit ihm gejoggt, da hat er noch das ein oder andere gespürt. Deswegen bin ich nicht ganz so optimistisch“, sagte Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff weniger als 24 Stunden vor dem Anpfiff am Rande des Integrationspreises des DFB, dessen Schirmherr er ist.

Neben Gomez (Zerrung) steht auch hinter dem Einsatz des Schalker Abwehrspielers Benedikt Höwedes (Muskelverhärtung im Oberschenkel) ein Fragezeichen. „Man muss bei beiden sehen, wie sie das Abschlusstraining überstehen und ob sie dann einsatzfähig sind“, sagte Löw am Montag in Herzogenaurach. Er werde auf jeden Fall „kein Risiko“ eingehen. Beide konnten am Wochenende nur Lauftraining absolvieren. „Wir sind da auch Bayern München gegenüber verpflichtet, Mario Gomez nicht zu gefärden“, erklärte Bierhoff mit Blick auf Gomez' Klub.

Reus kehrt nach Sperre zurück

Auch Mesut Özil fehlte am Sonntag im Training. Der Star von Real Madrid wurde geschont, bei ihm bestehe am Dienstag laut Löw „aber kein Problem“. Özil wird hinter Götze zusammen mit Thomas Müller und Marco Reus die offensive Mittelfeldreihe bilden. Der Dortmunder Reus kehrt nach seiner Gelbsperre zurück. Für Lukas Podolski, mit 108 Länderspielen erfahrenster Akteur im 21-köpfigen Aufgebot, bleibt dadurch zunächst nur ein Platz auf der Ersatzbank.

Im defensiven Mittelfeld wird Sami Khedira von Ilkay Gündogan unterstützt. Der Dortmunder ersetzt den gelbgesperrten Bastian Schweinsteiger. Darauf hat sich der Bundestrainer bereits festgelegt.

In der Viererkette vor Stammtorwart Manuel Neuer haben Philipp Lahm, Per Mertesacker und nach Aussage von Löw auch Marcel Schmelzer ihren Platz sicher. Auf der zweiten Position in der Innenverteidigung neben Mertesacker dürfte diesmal der Münchner Jerome Boateng den Vorzug vor Höwedes erhalten.

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