EM-Achtelfinale

Belgien, England oder die Schweiz sind mögliche DFB-Gegner

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Serge Gnabry schreit seine Freude heraus.

Serge Gnabry schreit seine Freude heraus.

Foto: Christian Charisius / dpa

Deutschland kann sich am Mittwoch gegen Ungarn für das EM-Achtelfinale qualifizieren. Sogar eine Niederlage kann dafür reichen.

Berlin. Mit dem 4:2 gegen Portugal hat die deutsche Nationalmannschaft das Tor zum Achtelfinale bei der Fußball-Europameisterschaft weit aufgestoßen. Denn wie schon bei der EM 2016 in Frankreich, die erstmals mit 24 Mannschaften und einem anschließenden Achtelfinale ausgetragen wurde, qualifizieren sich erneut neben den ersten zwei Teams jeder Gruppe auch die vier besten Gruppendritten für die K.o.-Runde.

Das DFB-Team kann sogar als Sieger der Gruppe F in die nächste Runde einziehen, wenn am Mittwoch (21 Uhr, ZDF) ein Sieg gegen Ungarn gelingt und Frankreich zeitgleich nicht gegen Portugal gewinnt. Im Achtelfinale am 28. Juni (21 Uhr) würde dann in Bukarest der Dritte aus der Gruppe A, die Schweiz, warten.

Deutschland kann sogar eine Niederlage reichen

Gewinnt Frankreich, ist Deutschland bei Sieg oder Remis gegen Ungarn Gruppenzweiter. Das gilt auch, wenn beide Spiele unentschieden enden. Im Achtelfinale wäre dann England, der Sieger der Gruppe D, der Gegner am 29. Juni (18 Uhr) in London.

Teilen sich Deutschland sowie Ungarn die Punkte und schlägt Portugal die Franzosen, wäre Deutschland Gruppendritter. Selbst eine Niederlage mit maximal drei Toren Unterschied gegen Ungarn reicht der Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw zum Weiterkommen, jedoch nur, wenn auch Portugal gegen Frankreich verliert. Im Achtelfinale würde dann am 27. Juni um 21 Uhr in Sevilla der Erste der Gruppe B, Belgien, warten.

EM-Modus mit den vier besten Gruppendritten bleibt fragwürdig

Die Ermittlung der besten Gruppendritten erfolgt nach den Kriterien Punkte, Tordifferenz, erzielte Tore, Siege, Fair-Play-Verhalten (Gelbe und Rote Karten) sowie der Platzierung in der EM-Qualifikation. Vor fünf Jahren reichten drei Punkte und ein ausgeglichenes Torverhältnis, um den Sprung ins Achtelfinale zu schaffen.

Insgesamt bleibt der Modus fragwürdig. Durch die Tatsache, dass es vier Gruppendritte braucht, könnten Mannschaften tagelang warten müssen, ehe sie Gewissheit haben, ausgeschieden zu sein, so wie 2016 Albanien. Eine Rückkehr zum Turnierformat mit 16 Mannschaften (wie von 1996 bis 2012), bei dem nur die zwei besten Teams einer Gruppe weiterkommen, ist aus kommerziellen Gründen kaum denkbar. Eine weitere Aufstockung auf 32 Mannschaften, die die Rechnerei mit den Gruppendritten überflüssig machen würde, widerspräche der sportlichen Qualität des Turniers, die schon jetzt, mit 24 Teams, enorm gelitten hat.

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( BM )