EM 2021

Top Ten: Gruppenspiel zwei – Deutschland au wei?

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Für Deutschland (weiße Trikots) gab es im bislang letzten zweiten EM-Gruppenspiel 2016 ein torloses Remis gegen Polen.

Für Deutschland (weiße Trikots) gab es im bislang letzten zweiten EM-Gruppenspiel 2016 ein torloses Remis gegen Polen.

Foto: Anke Waelischmiller/SVEN SIMON / pa

Top Ten: Die zehn zweiten Gruppenspiele der deutschen Mannschaften, die insgesamt besser sind als ihr Ruf.

Berlin. Deutschland und das zweite Gruppenspiel bei einer Fußball-Europameisterschaft? Das klingt nach wenig Freude. Doch vor dem Spiel am Sonnabend gegen Portugal (18 Uhr, ARD und MagentaTV) bleibt festzuhalten: die zweiten deutschen Gruppenspiele sind besser als ihr Ruf, wie die Top Ten beweist.

Platz zehn: 0:1 gegen England bei der EM 2000

Okay, auf dem letzten Platz muss natürlich fast zwangsläufig eine Niederlage stehen. Und dann auch noch gegen England, das 34 Jahre lang bei Turnieren gegen eine deutsche Mannschaft nichts zu bestellen hatte. Dann kam der 17. Juni 2000. Und Alan Shearer. Und ein 0:1, durch das das deutsche EM-Desaster nicht mehr abzuwenden war.

Platz neun: 1:2 gegen Kroatien bei der EM 2008

Die Niederlage gegen die Kroaten war schmerzlich, doch die DFB-Elf war in ihrem ersten Turnier unter Bundestrainer Joachim Löw bereits derart gefestigt, dass sie sich dadurch nicht aus der Bahn werfen ließ. Somit hat das 1:2 vom 12. Juni 2008 das deutsche Team auf dem Weg ins EM-Finale nur noch weiter eingeschworen.

Platz acht: 0:0 gegen Lettland bei der EM 2004

Die Nullnummer gegen den EM-Neuling am 19. Juni 2004 ließ das bisschen Hoffnung, das durch das Auftakt-1:1 gegen die Niederlande entstanden war, gleich wieder schrumpfen. Zum zweiten Mal in Folge stand das EM-Aus nach der Gruppenphase, jedoch keineswegs so desaströs wie vier Jahre zuvor.

Platz sieben: 0:0 gegen Polen bei der EM 2016

Ohne Gegentor ging es bei der EM 2016 für Weltmeister Deutschland durch die Gruppenphase. Auch wenn beim Remis gegen die Polen noch Luft nach oben war, so darf die Partie am 16. Juni 2016 als Teilerfolg auf dem Weg ins Halbfinale gewertet werden.

Platz sechs: 2:1 gegen Rumänien bei der EM 1984

Rudi Völler war es, der die deutschen Fans an jenem 17. Juni 1984 zweimal jubeln ließ. Es sollte der einzige Sieg der deutschen Mannschaft bei der EM 1984 in Frankreich bleiben. Auch wenn am Ende das Aus nach der Gruppenphase stand, der Erfolg gegen Rumänien brachte wenigstens etwas Hoffnung.

Platz fünf: 2:0 gegen Schottland bei der EM 1992

Der Erfolg im zweiten Gruppenspiel gegen die Schotten war der Grundstein für den Weg, der die deutsche Mannschaft bis ins Finale führte. Karl-Heinz Riedle und Stefan Effenberg waren die Torschützen am 15. Juni 1992 bei der EM in Schweden.

Platz vier: 2:0 gegen Dänemark bei der EM 1988

Die Erwartungshaltung war groß bei der EM im eigenen Land, und sie sollte durch das 2:0 im zweiten Gruppenspiel gegen Dänemark nur noch zunehmen. Jürgen Klinsmann und Olaf Thon machten aus dem Gelsenkirchener Parkstadion am 14. Juni 1988 ein Tollhaus.

Platz drei: 2:1 gegen die Niederlande bei der EM 2012

Es war wohl das beste Turnier, das Mario Gomez gespielt hat. Nach seinem Siegtreffer gegen Portugal (1:0) ließ er am 13. Juni 2012 zwei weitere herrliche Treffer beim 2:1 gegen die Niederlande folgen. Für die deutsche Mannschaft sollte es auch bei der EM 2012 in Polen und der Ukraine bis ins Halbfinale gehen.

Platz zwei: 3:2 gegen die Niederlande bei der EM 1980

Das erste zweite Gruppenspiel einer deutschen Mannschaft bei Fußball-Europameisterschaften war auch eines der spektakulärsten. Klaus Allofs hatte per Dreierpack für ein 3:0 gesorgt, ehe die Niederländer noch auf 3:2 herankamen. Doch die deutsche Elf ließ an jenem 14. Juni 1980 nicht mehr anbrennen – und wurde acht Tage später Europameister.

Platz eins: 3:0 gegen Russland bei der EM 1996

Nie hat ein deutsches Team deutlicher ihr zweites Gruppenspiel gewonnen. Selten war ein Treffer derart schön wie der zum 2:0 durch Jürgen Klinsmann (per Außenrist ins obere linke Eck), außerdem trafen Mathias Sammer und noch einmal Klinsmann an jenem 16. Juni 1996. Es war ein spielerischer Meilenstein auf dem Weg zum bislang letzten EM-Titel.

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( BM )