EM 2021

Top Ten: Finnland und seine Helden

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Joel Pohjanpalo, ehemaliger Stürmer von Union Berlin, schoss Finnlands erstes EM-Tor.

Joel Pohjanpalo, ehemaliger Stürmer von Union Berlin, schoss Finnlands erstes EM-Tor.

Foto: Friedemann Vogel / dpa

Top Ten: Zehn Helden, für die Finnland berühmt ist.

Berlin. Finnland war die große Überraschung des ersten Spieltags bei der Fußball-Europameisterschaft. Und mittendrin Joel Pohjanpalo, der erste finnische Torschütze bei einem großen Turnier. Der Stürmer, der in der vergangenen Saison für Union Berlin in der Bundesliga spielte, reiht sich damit ein in die Phalanx finnischer Helden – die Top Ten vor dem zweiten Gruppenspiel der Finnen am Mittwoch (15 Uhr, MagentaTV) gegen Russland.

Platz zehn: Teemu Pukki

Seine beiden Tore im letzten EM-Qualifikationsspiel der Finnen besiegelten nicht nur das 3:0 gegen Liechtenstein, sondern auch die so lang ersehnte erste Teilnahme an einem großen Turnier. Der Jubel im November 2019 kannte jedenfalls kaum Grenzen. Nicht vergessen werden sollte auch Jasse Tuominen, der den Sieg gegen das Fürstentum eingeleitet hatte.

Platz neun: Ville Peltonen

Bei der Eishockey-Weltmeisterschaft vor wenigen Wochen zählte er zum deutschen Trainerteam um Bundestrainer Toni Söderholm. Heldenstatus in Finnland erlangte Ville Peltonen jedoch 1995. Drei Tore steuerte die Eishockey-Legende beim 4:1 im WM-Finale gegen Schweden bei und führte seine Mannschaft damit praktisch im Alleingang zum ersten Titel.

Platz acht: Timo Kaukonen

Jetzt bloß nicht ins Schwitzen kommen. Leichter gesagt als getan, wenn man in einer finnischen Sauna sitzt. Timo Kaukonen war Experte beim Schwitzen im Sitzen und kürte sich zum Rekordweltmeister. Zwölfmal wurde der Champion ermittelt, von 1999 bis 2010, fünf Mal hieß der Sieger Timo Kaukonen bei der Sauna-Weltmeisterschaft. Oder wie man auf Finnisch sagt: saunomisen maailmanmestaruuskilpailut

Platz sieben: Paavo Nurmi

Ob Mittelstrecke oder Langstrecke, Paavo Nurmi war in den 1920er-Jahren das Maß aller Dinge. Zwischen 1920 und 1928 erlief er neun Gold- und drei Silbermedaillen bei drei Olympischen Spielen über die 1500, 3000, 5000, 10.000 Meter und im Crosslauf. Nurmis Laufstil – mit einer geringen Neigung des Körpers nach vorn – wurde für viele Läufer zum Vorbild.

Platz sechs: Jean Sibelius

Jean Sibelius, der eigentlich Johan Julius Christian Sibelius heißt, ist einer der bedeutendsten, vielleicht der bedeutendste Komponist Finnlands. Kein anderer vermochte die Mythen der Finnen besser in Musik umzusetzen. Zu seinen wichtigsten Werken zählt die Sinfonie „Finlandia“, die bei der Weltausstellung 1900 in Paris uraufgeführt wurde.

Platz fünf: Juha Mieto

Eine Skilanglauf-Ikone im mit Skilangläufern reich gesegneten Finnland. Berühmtheit erlangte der Hüne jedoch mit einem zweiten Platz, als er bei den olympischen Winterspielen 1980 in Lake Placid das Rennen über 15 Kilometer gegen den Schweden Thoms Wassberg verlor – um eine Hundertstelsekunde. nach diesem Rennen wurde die Zeitmessung bei den Skilangläufern auf Zehntelsekunden begrenzt.

Platz vier: Apocalyptica

Man nehme vier Finnen, gebe ihnen vier Celli – und schon ist eine der beeindruckendsten Rockbands geschaffen. Apocalyptica beschränkte sich in den ersten Jahren auf die Interpretationen von Songs der Metal-Band Metallica. Längst haben sie ihrem Repertoire eigene Stücke hinzugefügt. Hörenswert.

Platz drei: Aki Kaurismäki

Mit der Verfilmung von Schicksalen gesellschaftlicher Außenseiter hat sich der Regisseur längst mehr als nur einen Namen gemacht. Zu seinen bekanntesten Werken zählt „Der Mann ohne Vergangenheit“, für den Aki Kaurismäki den Großen Preis der Jury bei den Filmfestspielen in Cannes erhielt. Für seinen Film „Die andere Seite der Hoffnung“ erhielt er bei der Berlinale 2017 den Silbernen Bären für die beste Regie.

Platz zwei: Mika Häkkinen

Finnische Piloten in der Formel 1 gab es einige: Keke Rosberg oder Kimi Räikkönen zum Beispiel. Beide wurden sogar Weltmeister. Mika Häkkinen übertrifft sie beide mit seinen WM-Titeln 1998 und 1999. Nicht nur in Deutschland ist der langjährige Rivale von Rekordweltmeister Michael Schumacher (sieben Titel) einer der beliebtesten Rennfahrer.

Platz eins: Joel Pohjanpalo

Als Stürmer des Berliner Fußball-Bundesligisten Union Berlin erfüllte er sich seinen Traum von der Teilnahme an der Europameisterschaft. Nun hat sich Joel Pohjanpalo endgültig in die Geschichtsbücher des finnischen Sports geschossen. Ihm gelang beim 1:0 gegen Dänemark nicht nur der erste Treffer für Finnland bei einem großen Turnier, sondern er besiegelte damit auch den ersten Sieg.

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( BM )