Plagiat

Zöllner finden Fälschung des EM-Pokals am Kölner Flughafen

Eine Fälschung des EM-Pokals sieht dem Original zum Verwechseln ähnlich. Zöllner haben die Trophäe am Flughafen Köln/Bonn konfisziert.

Schöne Trophäe: Die Leiterin des Hauptzollamts Köln, Monika Lucht-Kirchner, hält den gefälschten EM-Pokal in den Händen.

Schöne Trophäe: Die Leiterin des Hauptzollamts Köln, Monika Lucht-Kirchner, hält den gefälschten EM-Pokal in den Händen.

Foto: Marius Becker / dpa

Köln.  Zöllner haben am Flughafen Köln/Bonn ein Paket mit einem gefälschten EM-Pokal aus dem Verkehr gezogen. Laut Warenschein sollte die größere Sendung aus Shanghai Plastik-Accessoires im Wert von nur fünf Euro erhalten. Das machte die Zollbeamten misstrauisch, sie schauten genauer nach und stießen auf die Trophäe.

„Das Plagiat sieht auf den ersten Blick täuschend echt aus und glänzt wie der richtige Coupe Henri-Delaunay“, sagte ein Sprecher des Hauptzollamtes am Donnerstag. Allerdings sei die Fälschung nicht aus Silber, sondern aus einem Kunststoff-Gips-Gemisch. Gewicht: Drei bis vier Kilogramm.

UEFA hat Patent am Original-Pokal inne

Ob den Besteller des Pokals aus Freiburg nun eine Strafe erwartet, ist nicht klar. Das müsse die UEFA entscheiden, die das Patent an dem Originalpokal habe. „Als Rechteinhaber könnte sie gegen den Mann vorgehen“, sagte der Zollamts-Sprecher.

Im Internet sind Nachbildungen des EM-Pokals zuhauf bestellbar. Die UEFA hat allerdings festgelegt, dass Kopien der Trophäe maximal vier Fünftel der Originalgröße aufweisen dürfen und deutlich die Aufschrift „Replika“ tragen müssen. (dpa)