EM2016

Alle isländischen Trikots sind beim Ausrüster vergriffen

Wegen der Nachfrage sind beim italienischen Ausrüster derzeit online keine Trikots erhältlich. Derweil mobilisiert Island alle Kräfte.

Sie haben die Trikots schon: Oder zumindest T-Shirts. Die isländischen Fans in Reyjkjavik

Sie haben die Trikots schon: Oder zumindest T-Shirts. Die isländischen Fans in Reyjkjavik

Foto: Eythor Arnason / dpa

Reykjavik.  – Ganz Europa feiert Islands Erfolge bei der Fußball-EM, und ein italienischer Ausrüster freut sich mit. Der in Parma beheimatete Sportbekleidungshersteller Erreà rüstet seit 2002 die isländische Nationalmannschaft aus und erlebt nun einen großen Aufschwung bei den Trikotverkäufen.

„Für uns sind die Resultate der isländischen Nationalelf in Frankreich eine tolle Werbung“, sagte Rosa Sembronio, Leiterin der Marketingabteilung der Firma Erreà. Das Familienunternehmen verkauft die Trikots nicht nur in Island, aus ganz Europa wollen Fans das begehrte Leibchen ergattern.

Aktuell sind die Island-Trikots im eigenen Online-Shop in allen Farben und Größen vergriffen. Beim Klick auf das Island-Trikot auf der Homepage (www.errea.it) landet man lediglich bei drei verschiedenen T-Shirts, die sich bestellen lassen. Laut Sembronio arbeitet Erreà daher mit Hochdruck an der weiteren Produktion. Bei anderen Onlinehändlern wie etwa Geomix ist das Trikot aber noch erhältlich.

„Wir sind ein Unternehmen, das vom Design bis zur Herstellung und zum Vertrieb alles hausintern produziert. Dies ermöglicht uns, flexibel auf die stark wachsende Nachfrage zu reagieren“, sagt Sembronio weiter.

„Islands Viertelfinaleinzug ist ein Erfolg des sauberen Fußballs, in dem nicht nur die Leistung, sondern auch Entschlossenheit und Engagement zählen“, sagt Sembronio nach dem Sieg der Truppe von der Vulkaninsel. Der Vertrag zwischen Island und Erreà läuft noch bis 2020.

Isländischer Erstligist schickt sein komplettes Team

Derweil mobilisiert das EM-Überraschungs-Team Island zur Unterstützung seiner Fußball-Nationalmannschaft im Viertelfinale gegen Frankreich am Sonntag (21 Uhr/ZDF) in St. Denis sämtliche Kräfte. Der isländische Fußball-Erstligist UMF Stjarnan schickt sogar seine komplette Mannschaft zum Anfeuern ins Stade de France, und das trotz des auch während der EM laufenden Ligabetriebs auf der Vulkaninsel.

Stjarnans dänischer Legionär Jeppe Hansen verriet der Zeitung BT: „Unser Trainer Runar Pall Sigmundsson kam und sagte: Jungs, ihr habt Freitag, Samstag und Sonntag frei. Fahrt nach Frankreich und schaut Fußball.“

Anschließend haben die Stjarnan-Profis eine gute Woche bis zum 11. Juli Zeit, um wieder in Form zu kommen. Dann trifft der Klub in der heimischen Liga auf Fjölnir Reykjavik. Neben dem Team von UMF Stjarnan werden rund 10.000 weitere Isländer zu dem Duell mit dem EM-Gastgeber erwartet. Das entspricht knapp drei Prozent der gesamten Inselbevölkerung, die bei rund 330.000 liegt.