EM2016

Darum ist Italien der Angstgegner der Deutschen

In drei Spielen bei einer EM gelang den Deutschen kein Sieg gegen die Italiener. Aber Torhüter Andy Köpke brachte sie zur Verzweiflung.

2012 war Italien im Halbfinale der EM zu stark: Der große Mario Balotello (r.) neben dem kleinen Philipp Lahm

2012 war Italien im Halbfinale der EM zu stark: Der große Mario Balotello (r.) neben dem kleinen Philipp Lahm

Foto: Marcus Brandt / dpa

Berlin.  Deutschland gegen Italien zählt ohne Zweifel zu den Klassikern des internationalen Fußballs, egal ob bei Europa- oder Weltmeisterschaften. Eine Partie, die elektrisiert, zumal deutsche Mannschaften bislang noch kein Spiel gegen die „Squadra Azzurra“ bei einem großen Turnier gewinnen konnten.

Drei Duelle gab es bislang auf europäischer Bühne, und vor allem das bisher letzte Duell dürfte noch gut in Erinnerung sein. Im Halbfinale der EM 2012 setzten die Italiener dem deutschen Titeltraum ein jähes Ende. Zwei Tore von Mario Balotelli waren es, von denen sich die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw nicht mehr erholte. Mesut Özils verwandelter Foulelfmeter in der vierten Minute der Nachspielzeit war nicht mehr als Ergebniskosmetik.

Bei der EM in Deutschland 1988 eröffnete der Klassiker das Turnier. Auch hier mühten sich die Deutschen und mussten einem Rückstand hinterherlaufen. Roberto Mancini schockte den Gastgeber nach der Pause aber nur kurz. Ein Freistoß von Andreas Brehme drei Minuten später sicherte den ersten Punkt bei diesem Turnier. Für beide Mannschaften war im Halbfinale Schluss.

Auch bei Weltmeisterschaften noch kein Sieg

Die wohl packendste EM-Partie lieferten sich beide Teams im letzten Gruppenspiel in England 1996. Und schon nach neun Minuten kam es zum Showdown: Doch Andreas Köpke hielt den Foulelfmeter von Gianfranco Zola.

Der Torwart stand auch in der Folgezeit mehr im Mittelpunkt, als ihm lieb gewesen ist, erst recht, als das DFB-Team in der letzten halben Stunde in Unterzahl spielte: Thomas Strunz hatte Gelb-Rot gesehen. Das 0:0 hatte bei Abpfiff bestand, und es war mehr als ein Teilerfolg. Italien fuhr nach Hause, Deutschland erkämpfte sich den dritten EM-Titel.

Doch die Gesamtbilanz bleibt nach insgesamt 33 Spielen negativ (acht Siege, 15 Niederlagen), auch weil es bei Weltmeisterschaften (zwei Remis, drei Niederlagen) noch keinen Sieg gab.