EM2016

Heino: „Wir werden Europameister“

Schlagerstar Heino genießt die EM-Spiele lieber allein, dafür mit einem Glas Rotwein. Er hat einen klaren Favoriten.

Immer den Ball im Blick: Heino

Immer den Ball im Blick: Heino

Foto: dpa Picture-Alliance / Horst Ossinger / picture alliance / dpa

Wer wird Ihrer Meinung nach Europameister und warum?

Heino : Ja, das ist doch ganz klar, dass Deutschland gewinnt. Jogi Löw kann ja aus dem Vollen schöpfen im Grunde genommen. Wir haben eine gute Mannschaft. Früher war es ja immer so, dass wir technisch nicht so auf dem Höhepunkt waren, aber in der heutigen Zeit hat Löw schon ein paar Supertechniker dabei. Und wir spielen ja auch einen ganz anderen, modernen, schnellen Fußball. Also ich bin ganz fest davon überzeugt, dass wir dieses Mal wieder Europameister werden.

Wie und wo schauen Sie die Spiele?

Wenn ich gerade frei habe, bin ich entweder in Bad Münstereifel oder in Kitzbühel. Dann will ich keinen Zuschauer dabei haben, dann will ich das allein genießen mit einem schönen Gläschen Rotwein. Und wenn ich unterwegs sein sollte, will ich auch allein genießen. Dann will ich gern eine Suite haben, wo ein Fernseher drin ist. Also ich mag nicht, spannende Spiele zu gucken, wenn viele um mich herum sind. Ich muss das genießen, ich muss das Spiel analysieren, ich will mich nicht ablenken lassen.

„Ich weiß nicht mehr, wer 1996 gespielt hat“

Können Sie sich noch an 1996 erinnern, als Deutschland zuletzt Europameister wurde?

Nicht mehr ganz genau. Ich weiß nicht mehr, wer da gespielt hat und gegen wen wir Europameister geworden sind.

... das war das legendäre Golden Goal ...

Ach ja, von Oliver Bierhoff. Ja, ja. Und nach diesem Goldenen Tor ist es sofort wieder abgeschafft worden. Man kann nicht ein Spiel wieder anfangen und eine Verlängerung machen – und nach dem Goldenen Tor dann sofort Schluss. Das war eine blöde Entscheidung.

Wirken sich die Terroranschläge von Paris im vergangenen November auf Ihre EM-Begeisterung aus?

Man lebt ja immer gefährlich, egal wo man hinkommt. Man weiß es ja nicht. Und es ist natürlich immer im Hinterkopf, wenn große Veranstaltungen sind, dass etwas passieren könnte. Ich hoffe es nicht, ich glaube es nicht, ich wünsche nur, dass wir eine einwandfreie EM spielen und nichts passiert.“ dpa

Heino (77) begann mit dem Fußball bei Schwarz-Weiss 06 Düsseldorf. Mit 18 Jahren trainierte er unter Weltmeister-Torwart Toni Turek.