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Pizza kann Ikea schlagen - Die Erkenntnisse der EM-Woche

Nur Topmodels feuern Schweden an und Mario Götze macht bald Trash-TV. Was wir nach einer Woche EM noch wissen...

Zlatan Ibrahimovic glaubt, er sei der schönste Schwede

Zlatan Ibrahimovic glaubt, er sei der schönste Schwede

Foto: Peter Kneffel / dpa

Das Beste zuerst: Pizza kann gegen Ikea gewinnen. Das war aber nicht die einzige Erkenntnis der ersten EM-Woche. Es gab noch anderes Bemerkenswertes.

1. Jérôme Boateng trägt im Verein wie in der Nationalmannschaft die „17“. Vermutlich als Hommage an das Durchschnittsalter der Freundinnen seines Vorbilds Lothar Matthäus.

2. Die Spielerfrauen der EM-Teilnehmer haben offensichtlich die geheime Absprache, vor und während des Turniers ständig Bikinifotos auf Instagram zu posten, gegen deren Farbkombinationen selbst das Outfit von Türkei-Keeper Babacan klassisch wirkt. Und der trat gegen Kroatien immerhin im pinken Tim-Wiese-Gedächtnistrikot auf. Für die Älteren unter Ihnen: Instagram ist quasi wie ein Dia-Abend mit Urlaubsfotos, nur auf einem Handy.

3. Mario Götze scheint die EM mit einem Trash-TV-Casting verwechselt zu haben. Er empfiehlt sich mit der Dynamik eines Altglascontainers aktuell jedenfalls eindeutig als Ulli Potofskis Tanzpartner bei der nächsten Staffel „Let´s Dance“.

4. Die ARD blamiert sich mit einem EM-Talk-Format namens „Beckmanns Sportschule“. Bisheriger Höhepunkt: Weltmeister Thomas Berthold lässt sich in der Kantine eine Käseplatte machen. Apropos Käseplatte: Helene Fischer hat zur EM überraschend keine neue CD veröffentlicht.

5. Das neue Lieblingsthema der TV-Experten ist „Packing“. Da bin ich übrigens effektiver als jeder Spieler der EM: Ich habe mal für drei Tage in Paris zwölf Paar Schuhe in nur eine einzige Reisetasche bekommen.

6. Der schönste Schwede ist Markus Schenkenberg. Also, außer man fragt Zlatan Ibrahimovic. Der hält sich ja für Gott und insofern vermutlich für noch schöner. Die schönsten Frauen Schwedens scheinen sich dagegen regelmäßig in den Fanblocks der EM-Stadien zu treffen. Schade, dass Heidi Klum nicht Sweden’s Next Topmodel sucht. Das Auge kickt mit.

Richtig los geht es ja ohnehin erst im Achtelfinale. Achtelfinale, oder wie man in der Ukraine sagt: Spielfrei.

Marie von den Benken ist Autorin, Model und Designerin. Die Hamburgerin ist seit ihrer Kindheit BVB-Fan mit Dauerkarte, kennt Frankreich bestens und teilt ihre Fußball-Leidenschaft auch als #regendelfin auf Twitter.

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