Testspiele

Die Franzosen fühlen sich schon wie die EM-Favoriten

Das Gastgeber-Team überzeugt beim 3:0 im Test gegen Schottland. Deutschlands erster EM-Gegner Ukraine ist optimistisch.

So entsteht das 1:0, das Olivier Giroud schießt – ein Zaubertor

So entsteht das 1:0, das Olivier Giroud schießt – ein Zaubertor

Foto: Twitter/FC Arsenal / BM

Paris.  Gastgeber Frankreich strotzt vor Kraft, der deutsche Auftaktgegner Ukraine tut etwas für sein Selbstbewusstsein – knapp eine Woche vor dem Eröffnungsspiel der Fußball-Europameisterschaft in Paris ist Weltmeister Deutschland die Rolle des Topfavoriten auf den Titel erst einmal los.

„Eine rosige Zukunft für die Blauen“, prophezeite „Le Figaro“ dem Weltmeister von 1998, der bei seiner EM-Generalprobe in Metz gegen Schottland (3:0) das Publikum mit phasenweise glamourösem Fußball begeisterte. Mit einer spontanen Ehrenrunde verabschiedete sich das Team von seinen hoffnungsfrohen Landsleuten.

Ein Zaubertor von Olivier Giroud setzte das i-Tüpfelchen auf einen glanzvollen Abend. Der Torjäger, dem in den vergangenen fünf Spielen sieben Treffer gelangen, zwirbelte den Ball beim 1:0 aus vollem Lauf hinter dem Standbein ins Tor.

Und so konnte Nationaltrainer Didier Deschamps nicht umhin, seine Schützlinge in die Favoritenrolle zu hieven: „Wir sind bereit! Wir können Tore schießen und haben zuletzt keine mehr zugelassen. Es war wichtig, unsere Vorbereitungen mit einem guten Spiel abzuschließen.“

Optimismus versprühte auch die Mannschaft der Ukraine nach einem 3:1-Erfolg gegen Albanien in Bergamo. Erstmals auch sportlich für eine Endrunde qualifiziert, macht dem Co-Gastgeber von 2012 selbst das EM-Auftaktmatch am Sonntag gegen die Löw-Truppe keine Angst.

„Die Deutschen sind Weltmeister, aber unser Enthusiasmus ist groß“, betonte die lebende Fußball-Legende Andrej Schewt­schenko pathetisch. Allerdings: Torhüter Andrej Pjatow machte mehrfach nicht den sichersten Eindruck und verschuldete den Gegentreffer.

Österreich lässt sich von Niederländern überraschen

EM-Neuling Nordirland, letzter Vorrundengegner der DFB-Elf, blieb zwar beim 0:0 in Trnava gegen die Slowakei zum zwölften Mal in Folge ungeschlagen, aber auch den Nachweis echter EM-Qualitäten schuldig. Einen Anlass zum Feiern hatte nur Aaron Hughes. Als erster nordirischer Feldspieler überhaupt kam der 36 Jahre alte Verteidiger zu seinem 100. Einsatz im Nationalteam.

Wenig Grund zum Jubel hatte die Nationalmannschaft Österreichs, die in Wien gegen die diesmal nicht für die EM qualifizierten Niederländer mit 0:2 verlor. Zuvor hatte die rot-weiß-rote Auswahl in 23 Länderspielen immer mindestens einen Treffer erzielt. Beunruhigend fand Kapitän Christian Fuchs diese Niederlage nicht.

„Ich denke, dieses Match hatte nicht viel Aussagekraft. Wir waren die bessere Mannschaft, haben nur etwas unglücklich agiert“, sagte der Abwehrspieler des englischen Sensationsmeisters Leicester City.