Füchse Berlin

Mehr als nur ein Sieg: Füchse bestehen ersten Stresstest

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Stolz auf seine Mannschaft: Jaron Siewert, der Trainer der Füchse Berlin.

Stolz auf seine Mannschaft: Jaron Siewert, der Trainer der Füchse Berlin.

Foto: Eibner-Pressefoto- Roland Sippel / picture alliance / Eibner-Pressefoto

Nach dem knappen Weiterkommen im Pokal lobt Füchse-Coach Siewert vor allem die Moral seines Teams. Jene wird nun erneut gebraucht.

Berlin. Es war eine echte Reifeprüfung: Die Füchse Berlin mussten beim nicht unverdienten, aber durchaus glücklichen 29:28 in der zweiten Runde des DHB-Pokals beim HSV Hamburg bis in die Schlusssekunden zittern – und das zum ersten Mal in dieser Saison. „Das war nicht das schönste Spiel von uns, aber vielleicht hat so ein Spiel diese Saison auch noch gefehlt, um so extremen Drucksituationen standzuhalten“, sagte Trainer Jaron Siewert.

Vier Tage vor dem Spitzenspiel der Handball-Bundesliga am Sonntag gegen den THW Kiel (14 Uhr, Sky) haben die Füchse den ersten Stresstest also bestanden. Auch wenn sogar Siegtorschütze Paul Drux während der Partie am Mittwochabend nicht mehr daran glauben wollte. Denn in der zweiten Hälfte lagen die Berliner fast immer im Rückstand. „Drei Minuten vor Schluss hätte ich nicht mehr damit gerechnet. Das war schon ein sehr, sehr glücklicher Sieg“, sagte Drux.

Füchse Berlin zeigen Nehmerqualitäten

Weil das Spiel einen echten Kraftakt erforderte, gilt es nun, bis Sonntag schnell zu regenerieren. „Ich hoffe, dass wir nicht so viele Blessuren davongetragen und einen möglichst breiten Kader haben werden“, sagte Siewert. Der Füchse-Coach hat einen gewissen Verschleiß in seinem Team festgestellt. „Die Jungs haben nicht mehr so viel im Akku“, sagte er.

Deshalb lobte er umso mehr die Moral der Füchse. „Ich bin stolz auf meine Mannschaft, dass wir uns von einigen schlechten Aktionen nicht runterziehen lassen. Wir sind immer wieder drangeblieben“, sagte er.

Symbolisch für diesen Willen stand Keeper Dejan Milosavljev. In der ersten Halbzeit hatte er bei einem Siebenmeter den Ball ins Gesicht bekommen, musste am Auge behandelt werden. Im zweiten Durchgang kam er zurück, hielt am Ende wichtige Bälle. „Das ist auch seine Qualität, so zurückzukommen“, lobte Siewert.

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( dpa/BM )