Füchse Berlin

Füchse haben die Saison „quasi vergeigt“

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Inga Böddeling
Fabian Wiede hockt enttäuscht am Boden: Die Füchse taumeln aktuell durch die Handball-Bundesliga.

Fabian Wiede hockt enttäuscht am Boden: Die Füchse taumeln aktuell durch die Handball-Bundesliga.

Foto: Eibner-Pressefoto / picture alliance / Eibner-Pressefoto

Die Füchse müssen nach der nächsten Pleite in der Liga einsehen, dass sie nicht mehr an die Spitzenteams herankommen.

Berlin. Zugegeben, es ist ein bisschen unübersichtlich in der Handball-Bundesliga. Manche Mannschaften müssen noch vier oder fünf Spiele nachholen, andere sind mit 26 Partien voll im Soll. Mittendrin sitzen die Füchse Berlin – auf Platz sechs, 25 Partien gespielt. Man möchte meinen, dass den Berlinern damit noch alle Möglichkeiten offenstehen, oben anzugreifen. Ein Blick auf das Zahlen-Chaos aber zeigt: Das wird extrem schwer.

Einerseits weil mit Göppingen und Magdeburg zwei Mannschaften vor den Füchsen stehen, die ein paar Spiele nachzuholen haben und dementsprechend noch wegziehen können. Auf Platz neun wartet zudem noch die MT Melsungen mit nur 21 absolvierten Partien in Lauerstellung. Das Team um Ex-Füchse-Torhüter Silvio Heinevetter ist nach mehreren Corona-Fällen und Quarantänen hochmotiviert, dieser durchwachsenen Saison ein Happy End zu geben.

Füchse-Kapitän Wiede kritisiert Auftritt seiner Mannschaft

Diesen Eindruck hat die Mannschaft von Trainer Jaron Siewert am Donnerstagabend in Wetzlar nicht gerade gemacht. Beim 27:29 (10:15) „haben wir die erste Halbzeit komplett verpennt“, erklärte Ersatz-Kapitän Fabian Wiede. „Was wir da gemacht haben, war nicht Füchse-reif.“ Zu viele vergebene Chancen, zu viele individuelle Fehler, eine löchrige Abwehr – es ist ein in dieser Spielzeit altbekanntes Bild.

Das weitreichende Konsequenzen haben könnte. „Für die Füchse Berlin ist das eine Katastrophe, wir haben uns die letzte Chance verspielt, oben anzugreifen und unter die Top vier zu kommen“, gab Wiede zu. „Mit dieser Niederlage wird das schwer für uns. Wir wissen, dass wir die Saison quasi vergeigt haben.“ Der Rückstand auf Rang vier beträgt mittlerweile sieben Punkte.

Füchse Berlin brauchen einen Sieg in der European League

Um die laufende Saison noch halbwegs zu retten, braucht es am kommenden Dienstag zu Hause im Viertelfinal-Rückspiel in der European League gegen Montpellier (20.45 Uhr, DAZN) dringend einen Sieg mit drei oder mehr Toren Unterschied. Das angepeilte Final Four im Mai (22./23. Mai in Mannheim) ist nicht nur die letzte Chance, um noch einen Titel zu holen. Der European-League-Champions qualifiziert sich auch automatisch für eine Teilnahme in der kommenden Saison.

Um aber auch nicht in der Bedeutungslosigkeit der Bundesliga zu verschwinden, müssen sich die Füchse unabhängig vom Ergebnis in der European League deutlich steigern, wenn am Sonnabend darauf der Tabellenletzte aus Coburg zu Gast in der Max-Schmeling-Halle ist. Bei einer weiteren Niederlage könnte es dann doch etwas ungemütlich in Berlin werden.

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