Füchse Berlin

Füchse Berlin besiegen ihren Angstgegner

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Inga Böddeling
Milos Vujovic, Linksaußen der Füchse Berlin, war mit zehn Toren bester Werfer der Partie.

Milos Vujovic, Linksaußen der Füchse Berlin, war mit zehn Toren bester Werfer der Partie.

Foto: Andreas Gora / dpa

Die Füchse Berlin gewinnen nach drei Niederlagen endlich wieder gegen Minden. Vujovic mit zehn Toren bester Werfer.

Berlin. Paul Drux hatte die Ärmel hochgekrempelt. Das Spiel gegen die GWD Minden am Donnerstagabend war harte Arbeit für den Kapitän der Füchse Berlin. Weil er es nach seiner Knie-OP von der Tribüne aus verfolgen musste. Und nicht mithelfen konnte, den Angstgegner aus dem Nordosten von Nordrhein-Westfalen nach drei Niederlagen endlich mal wieder zu besiegen. Aber seine Mannschaft durfte auch ohne ihren Captain feiern. Mit dem 28:25 (14:12) stand am Ende ein durchaus verdienter Erfolg.

„Das war eine gute Leistung von der Mannschaft in der Konstellation, die da auf der Platte stand“, befand Trainer Jaron Siewert. „Die Erleichterung ist groß, den kleinen Fluch gegen Minden besiegt zu haben.“ Die Vorzeichen hatten Schlimmes erwarten lassen. Die Berliner hatten schließlich nicht nur auf Drux verzichten müssen. Hans Lindberg und Jacob Holm waren mit Corona-Infektionen von ihrem Trip zur dänischen Nationalmannschaft heimgekehrt. Weil auch Lasse Andersson mit dem Weltmeister unterwegs war, hat sich der Rückraum-Shooter vorsorglich ebenfalls in Quarantäne begeben, wurde aber bereits zweimal negativ getestet.

Am Sonntag müsse die Füchse Berlin zum Tabellenzweiten

Angesichts der ausgedünnten Personaldecke füllte Trainer Jaron Siewert seinen Kader mit drei Spielern aus der A-Jugend auf: Nils Lichtlein (18), Maxim Orlov (19) und Marcel Nowak (19). Auf der Spielmacherposition setzte der Coach auf Simon Ernst. Gewirbelt wurde aber vor allem auf Linksaußen. Milos Vujovic war es maßgeblich zu verdanken, dass die Füchse gegen Minden über das gesamte Spiel dominierten. Zehn Tore hatte der Montenegriner mit der Schlusssirene auf dem Konto – eine außerordentlich ordentliche Ausbeute. Dass der Sieg nie richtig in Gefahr geriet, daran hatte auch Dejan Milosavljev großen Anteil. Der Keeper erwischte einen starken Tag, parierte zwölf Bälle des Gäste-Angriffs, darunter gleich zwei Siebenmeter.

Am Sonntag wartet auf die Füchse ein echter Gradmesser. Der Tabellenfünfte reist zum SC Magdeburg (13.30 Uhr, Sky), der sich am Donnerstag mit einem 29:27-Sieg gegen Hannover Rang zwei zurückerobert hatte. „Wir fahren definitiv nicht als Favorit nach Magdeburg“, sagte Trainer Siewert. „Aber auch nicht chancenlos.“

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