Füchse Berlin

Füchse Berlin auf der Suche nach der Leichtigkeit

| Lesedauer: 2 Minuten
Füchse-Star Paul Drux (r.) im Zweikampf mit dem Essener Tim Rozman.

Füchse-Star Paul Drux (r.) im Zweikampf mit dem Essener Tim Rozman.

Foto: Michael Gohl / FUNKE Foto Services

Die Füchse Berlin stoppen in der Bundesliga ihre Niederlagen-Serie, doch ihnen fehlt die Leichtigkeit.

Berlin. Der Kapitän brachte es auf den Punkt. „Wir sind hier mit einem blauen Auge davongekommen“, sagte Paul Drux und war erleichtert. Zufrieden sein konnte der Nationalspieler von den Füchsen Berlin freilich nicht. Zu unerfreulich war der Verlauf des Bundesligaspiels am Sonntag beim Tusem Essen gewesen. Die Berliner hätten beim Tabellenvorletzten beinahe eine komfortable Sechs-Tore-Führung verspielt. „Wir haben einfach zu viele technische Fehler gemacht“, sagte Drux, der mit dem Siegtreffer 21 Sekunden vor dem Ende sein Team rettete.

Mit dem 24:23-Erfolg beendeten die Füchse ihre Negativserie in der Bundesliga nach zuvor vier Niederlagen in Folge. Die erhoffte große Wende war es jedoch nicht. „Der erwünschte Turnaround war es noch nicht. Am Ende haben wir sehr glücklich gewonnen“, sagte Trainer Jaron Siewert. Der Coach kritisierte vor allem den Auftritt in der zweiten Hälfte: „Wie wir es schaffen, das Spiel für Essen zu öffnen, ist sehr leichtfertig und vielleicht auch leichtsinnig. Da bin ich sehr unzufrieden mit unserem Auftreten.“ Siewert sagte aber auch: „Dennoch machen wir das wichtige Tor und holen uns den wichtigen Sieg.“

Die Talfahrt wurde zwar gestoppt, aber die Leistung machte auch wenig Mut. Da kommt es den Füchsen nicht ungelegen, dass der Ligabetrieb wegen der Olympia-Qualifikation am kommenden Wochenende in Berlin für sie nun elf Tage ruht. „Wir haben jetzt ein paar Tage Zeit, den Fokus wieder neu zu finden“, sagte Siewert. Der Coach hofft, dass dann die Leichtigkeit zurückkehrt. „Wir müssen uns wieder in eine Situation bringen, in der alles leichter von der Hand geht“, forderte er.

Zudem können die Spieler, die nicht mit ihren Nationalteams im Einsatz sind, durchschnaufen. Denn die Füchse mussten zuletzt vier Spiele in nur zwölf Tagen absolvieren. Und eine gewisse Müdigkeit war ihnen auch in Essen anzumerken. „Deshalb geht es auch darum, erst einmal wieder die Akkus aufzuladen“, sagte Siewert.

( BM )