Füchse Berlin

Füchse stoppen in Frankreich den Negativtrend

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Inga Böddeling
Fabian Wiede erwischte gegen Nimes einen eher schwachen Tag.

Fabian Wiede erwischte gegen Nimes einen eher schwachen Tag.

Foto: Andreas Gora / dpa

Die Füchse Berlin gewinnen in Nimes und freuen sich schon vorher über den Einzug ins Achtelfinale.

Berlin/Nimes. Der Jubel war schon vor dem Anpfiff groß. Noch bevor die Füchse Berlin am Mittwochabend auch nur ein Tor in Nimes geworfen hatten, waren sie für das Achtelfinale der European League qualifiziert. Die Handballer aus der Hauptstadt hatten vom 34:29-Erfolg der Franzosen am Dienstag gegen Bukarest profitiert. Und weil sie dadurch in den verbliebenen Partien nicht mehr von einem der ersten vier Plätze der Sechsergruppe verdrängt werden können, ist das erste Etappenziel erreicht.

Dass die Füchse auch nach dem Spiel in Nimes jubeln durften, danach sah es lange Zeit allerdings nicht aus. Der 24:22 (12:13)-Sieg war harte Arbeit, die Berliner taten sich schwer, bauten mindestens so viele Ungenauigkeiten in ihr Spiel ein wie in der vergangenen Woche. Als die Mannschaft von Trainer Jaron Siewert vier Spiele ohne Sieg hinnehmen musste, inklusive bitterer Niederlagen in der Bundesliga gegen die Topklubs aus Flensburg und Mannheim. „Das war eine enge Kiste mit einem guten Ende für uns“, erklärte Marian Michalczik. „Wir haben über weite Strecken gute Chancen kreiert, hatten aber keine gute Abschlussquote. Hinten raus haben wir uns dafür belohnt, dass wir den Fokus behalten.“

Am Sonntag wartet auf die Füchse Berlin der nächste Gradmesser

Keine Mannschaft konnte sich wirklich absetzen, erst ab Minute 54 gelang es den Füchsen, das Spiel zu drehen. Als Jacob Holm in der 58. Minute zum 24:21 traf, war der Sieg eingetütet. Auch dank Dejan Milosavljev. Anders als zuletzt erwischte der Keeper in Südfrankreich einen echten Sahnetag. Der 24-Jährige war in der vergangenen Woche blass gewesen, hatte kaum Paraden zeigen können und mit seinen Leistungen gehadert. Am Mittwoch war Milosavljev dank 15 Paraden maßgeblich dafür verantwortlich, dass die Füchse ihren Negativtrend stoppen konnten.

Der Rest der Mannschaft aber präsentierte sich nach wie vor fehleranfällig. Und das gegen eine Mannschaft, die noch das European-League-Spiel vom Vortag in den Knochen hatte. „Wir machen im Angriff die hundertprozentigen Dinger nicht rein, um das Spiel an uns zu reißen“, erklärte Trainer Siewert, der in Frankreich auf Paul Drux (Knieprobleme) verzichten musste. „Aber die Mannschaft hat einen Riesencharakter gezeigt, endlich auch mal ein Spitz-auf-Knopf-Spiel gedreht. Das war eine Charakterleistung.“

Eine solche braucht es auch am Sonntag. Dann geht die Reise für den Füchse-Tross nach Kiel (13.30 Uhr, Sky). Gegen den THW gilt es, auch in der Bundesliga die Wiedergutmachung fortzuführen.

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