Füchse Berlin

Die Füchse verlieren in Erlangen den Faden

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Inga Böddeling
Enttäuschte Mienen: Die Füchse Berlin verlieren das erste Bundesliga-Spiel seit Ende Oktober.

Enttäuschte Mienen: Die Füchse Berlin verlieren das erste Bundesliga-Spiel seit Ende Oktober.

Foto: Sportfoto Zink / Oliver Gold / picture alliance / Sportfoto Zink / OGo

Die Füchse Berlin verlieren 27:30 beim HC Erlangen und verpassen den zehnten Bundesliga-Sieg in Serie.

Berlin. Da ist sie dahin, die schöne Erfolgsserie der Füchse. Die Berliner kassierten am Sonnabend eine 27:30 (14:17)-Niederlage beim HC Erlangen und verloren damit erstmals seit dem 25. Oktober (26:31 gegen Minden) wieder ein Spiel in der Handball-Bundesliga. Eine Pleite, die doppelt ärgerlich ist, hatten die Füchse doch die Möglichkeit, zumindest für eine Nacht ganz nah an die Tabellenspitze heranzurücken.

„Wir hatten eine super Serie“, erklärte Trainer Jaron Siewert. „Dass man irgendwann ein schlechtes Spiel hat, ist verständlich. Dass es ausgerechnet heute war, ist natürlich ärgerlich.“ Weil es die Handballer aus der Hauptstadt vor dem Spitzenspiel am kommenden Sonntag gegen die Rhein-Neckar Löwen (13.30 Uhr, Max-Schmeling-Halle) verpassten, den punktgleichen Konkurrenten aus Mannheim zu distanzieren.

Füchse Berlin können Ausgleich nicht nutzen

Der Grund für die Niederlage war einfach: Die Füchse machten zu viele Fehler. Fehler im Passspiel, Fehler in der Abwehr, Fehler bei Tempogegenstößen. Unkonzentriert und ineffizient schlingerten die Berliner durch die Partie, lagen schon Mitte der ersten Halbzeit mit drei Toren zurück (4:7/12. Minute). Ein Rückstand, den sie in der zweiten Hälfte aufholen konnten. Kreisläufer Johan Koch, der unter der Woche seinen Vertrag bis 2021 verlängert hatte, traf zum 19:19 (39.).

„Das wäre der Schlüsselmoment gewesen, um die Partie zu drehen“, befand Trainer Siewert. Stattdessen fiel Siewerts Mannschaft zurück in fehlerbehaftete Muster und lief den motivierten Erlangern bis zum Abpfiff nur hinterher.

Füchse-Profi Andersson sieht Rot

Als Weltmeister Lasse Andersson in der 58. Minute nach einem Griff in den Wurfarm des Gegners auch noch die Rote Karte sah, war die Niederlage besiegelt. „Vieles, was in den vergangenen Wochen gut lief, hat heute nicht funktioniert“, bilanzierte Siewert und monierte das schwache Abwehrspiel sowie „ärgerliche Fehler“ im Angriff.

Also ging es direkt nach der Partie mit hängenden Schultern und versteinerten Mienen zurück nach Berlin. Den Fokus wollte der Coach aber schnellstmöglich auf den kommenden Dienstag lenken. Dann empfangen die Füchse in der European League die Franzosen von Nimes (18.45 Uhr, DAZN). „Da können wir vieles besser und wieder gut machen“, erklärte Siewert. In Europa sind die Füchse schließlich auch seit sieben Spielen ungeschlagen.

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