Füchse Berlin

Füchse Berlin: Jungfuchs Simak zieht es nach Lemgo

Die Füchse Berlin müssen am Sonnabend in Ludwigshafen ohne Frederik Simak antreten. Der Rückraumspieler wechselt nach Lemgo.

Frederik Simak verlässt die Füchse Berlin und wechselt zum Bundesliga-Konkurrenten nach Lemgo.

Frederik Simak verlässt die Füchse Berlin und wechselt zum Bundesliga-Konkurrenten nach Lemgo.

Foto: Andreas Gora / picture alliance / Andreas Gora

Berlin. Viel gesehen hat man ihn in dieser Saison bislang nicht. Und wird es in Berlin auch erst mal nicht mehr. Erst war Frederik Simak wochenlang verletzt. Jetzt wechselt das Eigengewächs der Füchse Berlin zum TBV Lemgo Lippe, wie der Handball-Bundesligist am Freitagnachmittag bekannt gab.

„Für mich persönlich war die Freigabe für Freddy eine schwere Entscheidung“, erklärte Geschäftsführer Bob Hanning. „Ich sehe für ihn aber unter Florian Kehrmann (Trainer in Lemgo, Anm. d. Red.) die Möglichkeit, in einem tollen Klub viele Spielzeiten zu bekommen und habe mich im Sinne des Spielers für die Freigabe entschieden. In der Hoffnung, dass sich manche Wege nur zeitweise trennen.“

2016 kam Simak zu den Füchsen Berlin

2016 hatte der Füchse-Manager den gebürtigen Gengenbacher aus Baden-Württemberg in die Nachwuchs-Schmiede der Füchse gelotst. Im März 2017 feierte der 22-Jährige dann sein Debüt in der Profi-Mannschaft. Dass er in dieser Saison noch keine große Hilfe war, ist einer Fußverletzung geschuldet, die sich als enorm hartnäckig entpuppt hatte.

Erst vor zweieinhalb Wochen in der European League gegen Presov feierte der 1,97 Meter große Profi sein Comeback. Weil Simak mit Sommer-Zugang Lasse Andersson und Nationalspieler Paul Drux zwei Rückraumspieler von hochkarätigem Kaliber auf der linken Seite vor sich hat, kommt der Wechsel nach Ostwestfalen nicht überraschend. „Ich freue mich auch auf die neue Herausforderung in Lemgo“, erklärte Simak. „Auch wenn ich das mit einem weinenden Auge sagen muss.“

Füchse wollen in Ludwigshafen den nächsten Sieg

Damit muss Trainer Jaron Siewert schon am Sonnabend im Auswärtsspiel bei den Eulen Ludwigshafen (20.30 Uhr, Sky) auf den Rechtshänder verzichten. Dafür ist der restliche Kader komplett. „Bei uns werden wieder alle Bord sein, sodass wir auf viele Kräfte zurückgreifen können“, erklärte der Coach. Nach dem Aufwärtstrend in der Liga mit drei Siegen in Folge wollen die Füchse „dort die nächsten zwei Punkte holen.“

Trainer Siewert ist dabei gar nicht so böse, dass die Halle in Ludwigshafen, liebevoll auch „Eberthölle“ genannt, coronabedingt leer bleiben muss. „Ich bin glücklich, dass keine Zuschauer da sein werden, weil die Stimmung in der Eberthölle immer sehr hitzig ist“, erklärt der 26-Jährige. „Die Fans unterstützen ihre Mannschaft bis zur letzten Sekunde, von daher ist das sicherlich Vorteil für uns.“

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