Füchse Berlin

Überragender Vujovic wirft die Füchse zum zweiten Heimsieg

Die Füchse Berlin feiern einen verdienten 35:28-Sieg gegen Wetzlar - dank eines pfeilschnellen Milos Vujovic auf Linksaußen.

Da war er wieder drin: Milos Vujovic erzielte am Sonntag gegen Wetzlar zehn Tore für die Füchse Berlin.

Da war er wieder drin: Milos Vujovic erzielte am Sonntag gegen Wetzlar zehn Tore für die Füchse Berlin.

Foto: Andreas Gora / dpa

Berlin. Milos Vujovic wusste gar nicht, wohin mit seiner Freude. Er schrie, reckte die Faust Richtung Hallendecke und landete schließlich inmitten einer Jubeltraube seiner Mannschaft. Der Linksaußen aus Montenegro hatte am Sonntag einen erheblichen Anteil daran, dass die Füchse Berlin überhaupt etwas zu feiern hatten. Vujovic steuerte beim 35:28 (17:15)-Sieg gegen die HSG Wetzlar gleich zehn Tore bei.

Der Handball-Bundesligist aus der Hauptstadt zeigte damit die geforderte Reaktion auf die Niederlage in Minden (26:31) aus der Vorwoche. Mit dem zweiten Heimsieg der Saison und dem Sprung auf Tabellenplatz zehn geht es für die Mannschaft von Trainer Jaron Siewert nun in die Länderspiel-Pause. „Da war heute viel Druck im Spiel“, sagte der Coach. „Wir wussten, dass es wichtig ist, ein gutes Spiel hinzulegen und die Mannschaft war dementsprechend heiß.“

Nach der Länderspielpause geht es für die Füchse gegen Kiel

Vorher hatten die Füchse aber noch mal ordentlich arbeiten müssen. So deutlich, wie es das Ergebnis am Ende vermuten ließ, war die Partie gegen Wetzlar nicht die ganze Zeit. Vor allem in der ersten Hälfte hatten die Berliner mit rebellischen Gästen zu kämpfen. Erst einem Raketenstart in die zweite Halbzeit war es zu verdanken, dass am Ende der verdiente Erfolg stand – vor 600 Zuschauern, die noch einmal in die Max-Schmeling Halle gekommen waren, bevor ab nächster Woche nur noch Geisterspiele erlaubt sind.

Immerhin bekam Mattias Zachrisson so noch einen halbwegs würdigen Rahmen. Dass der Schwede seine Karriere beenden würde, hatten die Füchse am Sonntagmorgen bekannt gegeben. Nach dem Sieg gegen Wetzlar wurde der 30-Jährige verabschiedet – unter Tränen und mit emotionalen Worten.

Ohne Zachrisson, dafür mit dem Schwung aus dem Sieg vor der Länderspielpause geht es für die Füchse am 12. November in der Bundesliga weiter, dann steht auswärts das Duell mit Rekordmeister THW Kiel an (19 Uhr, Sky).

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