Füchse Berlin

Minden wird für die Füchse zum Angstgegner

Die Füchse Berlin kassieren in Minden einen herben Dämpfer und verlieren mit 26:31. Trainer Siewert kritisiert Torhüter.

Acht Tore von Kreisläufer Mijajlo Marsenic reichten für die Füchse Berlin nicht zum Sieg.

Acht Tore von Kreisläufer Mijajlo Marsenic reichten für die Füchse Berlin nicht zum Sieg.

Foto: Fotostand / Ballasch / picture alliance / Fotostand

Berlin. Die Füchse Berlin machen keine halben Sachen. Wenn sie verlieren, dann richtig. Gegen den SC Magdeburg (22:32) waren es am Ende zehn Tore Unterschied, am Sonntag beim 26:31 (13:13) gegen die GWD Minden fünf. Die Ostwestfalen werden für den Handball-Bundesligisten aus der Hauptstadt zum Angstgegner. Schon in der vergangenen Saison hatte es zwei Niederlagen gegen Minden gesetzt.

„Das war nicht das, was wir uns vorgestellt haben“, sagte Trainer Jaron Siewert. Nach zuletzt drei Pflichtspielen ohne Pleite wollten die Füchse ihren Aufwärtstrend bestätigen, „bis zur Nationalmannschaftspause (5. bis 8. November, Anm. d. Red.) ungeschlagen bleiben“, wie der Coach erklärte. Stattdessen sind die Berliner nun erst mal auf Tabellenrang 13 abgerutscht.

Füchse-Torhüter erwischen einen schlechten Tag

„Das wirft uns zurück“, gab Spielmacher Marian Michalczik zu, der erst im Sommer von Minden nach Berlin gewechselt und vor der Partie verabschiedet worden war. „Das war ein herber Dämpfer, aus dem wir unsere Lehren ziehen müssen.“ Eine Lehre: Ohne Torhüter und mit schwacher Abwehr lässt sich ein Spiel nicht gewinnen.

Dejan Milosavljev erwischte einen rabenschwarzen Tag, konnte nur zwei Bälle halten. Keeper-Kollege Fredrik Genz erging es mit vier Paraden nicht viel besser. Hinzu kam, dass die Defensive der Berliner mit dem wuchtigen Angriff der Mindener nicht zurechtkam, sich immer wieder auseinanderreißen ließ. „Im Tor haben wir nicht die beste Leistung gebracht“, monierte Trainer Siewert. Im Angriff hatten die Mindener Rückraum-Shooter Lasse Andersson komplett aus dem Spiel genommen.

Füchse-Abwehrchef Jakov Gojun ist zurück

Was bei den Füchsen allerdings – vor allem in der ersten Hälfte – funktionierte, war das Anspiel an den Kreis. Mijajlo Marsenic angelte sich einen Ball nach dem nächsten und war mit acht Toren am Ende bester Werfer der Berliner. „Trotzdem schaffen wir es nicht, uns abzusetzen“, kritisierte Siewert, der immerhin Abwehrchef Jakov Gojun zurück im Kader hat.

Durch die coronabedingte Absage des European-League-Spiels am Dienstag gegen den französischen Vertreter Nimes hat seine Mannschaft eine ganze Woche Zeit, um die Niederlage aufzuarbeiten. „Gegen Wetzlar müssen wir wieder aufstehen“, fordert der Trainer. Am kommenden Sonntag ist die HSG zu Gast in der Max-Schmeling-Halle.

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