Füchse Berlin

Fuchs Michalczik trifft in Minden auf seine Vergangenheit

Die Füchse treffen am Sonntag in Minden auf den Ex-Klub ihres neuen Spielmachers. Nicht nur deswegen ein Duell mit Brisanz.

Marian Michalczik findet sich bei den Füchsen Berlin schon gut zurecht.

Marian Michalczik findet sich bei den Füchsen Berlin schon gut zurecht.

Foto: Andreas Gora / picture alliance / Andreas Gora

Berlin. Das Ende kam abrupt. Als Marian Michalczik am 7. März mit der GWD Minden gegen Balingen-Weilstetten spielte, wusste der 23-Jährige noch nicht, dass es das letzte Mal im grün-weißen Trikot der Ostwestfalen sein würde. Doch dann kam die Corona-Krise und mit ihr das vorzeitige Saisonende der Handball-Bundesliga.

Michalcziks Wechsel im Sommer zu den Füchsen Berlin stand da schon lange fest. Einen würdigen Abschied nach sechs Jahren in Minden hätte er sich trotzdem gewünscht. „Das Ende war komisch, mit dem Cut mit Corona“, sagt der Rückraumspieler, „deshalb freue ich mich auf ein Wiedersehen.“ Am Sonntag tritt Michalczik mit den Füchsen in Minden an (16 Uhr, Sky), wird vor Anpfiff offiziell verabschiedet.

Füchse-Auftritt in der European League schürt Hoffnungen

„Das ist ein besonderes Spiel“, sagt er. „Es ist das erste Mal, dass ich gegen die GWD in der Bundesliga spiele.“ Das Ziel ist aber trotz all der Sentimentalitäten klar: „Wir fahren dahin, um die Punkte mitzunehmen.“ Immerhin haben die Berliner einen Trend, den es fortzusetzen gilt.

Der Auftritt in der European League am vergangenen Dienstag gegen Kristianstad (30:23) hat gezeigt, wozu die Berliner in der Lage sind, wenn sie ihre volle Qualität abrufen. Aber Trainer Jaron Siewert weiß, was seine Mannschaft in Minden erwartet: „Wir sind gewarnt aus der vergangenen Saison.“ Da gab es zwei bittere Niederlagen, die einige Schwächen im Füchse-Kader offenbart hatten.

Füchse müssen weniger Fehler machen

Das hat sich mittlerweile gelegt, weil Sportvorstand Stefan Kretzschmar personell ordentlich nachgelegt hat. Vor allem auf der Problemposition in der Rückraum-Mitte herrscht wieder Betrieb. Nicht nur durch die Rückkehr von Simon Ernst, der sich nach seinem dritten Kreuzbandriss wieder aufgerappelt hat. Auch Michalczik gewöhnt sich langsam aber sicher an seine Rolle als neue Taktgeber.

Der Rechtshänder profitiert auf der Spielmacherposition von der Zusammenarbeit mit seinen erfahrenen Nationalmannschaftskollegen Paul Drux und Fabian Wiede. Und weiß auch, worauf es am Sonntag in Minden ankommt: „Wir müssen die Fehleranzahl gering halten.“ Damit der Aufwärtstrend kein abruptes Ende nimmt.

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