Füchse Berlin

Füchse verhindern nur mit Mühe einen Fehlstart

Die Füchse Berlin gewinnen zum Auftakt in die neue Saison zwar mit 25:20 in Nordhorn, zeigen aber eine schwache Vorstellung.

Die Füchse Berlin um Kapitän Paul Drux taten sich in Nordhorn enorm schwer.

Die Füchse Berlin um Kapitän Paul Drux taten sich in Nordhorn enorm schwer.

Foto: Andreas Gora / dpa

Berlin. 37 Minuten hatte es gedauert. 37 Minuten bis die Füchse Berlin in der neuen Saison der Handball-Bundesliga angekommen waren. Denn dieser erste Sieg, dieses 25:20 (10:13) am späten Sonnabend gegen die HSG Nordhorn-Lingen vor 950 Zuschauern war ein absolutes Nervenspiel gewesen.

„Das war ein hartes Stück Arbeit. Wir wussten, dass es nicht leicht wird“, sagte Trainer Jaron Siewert. „Das Ergebnis ist schmeichelhafter als es die Leistung war.“ Denn so hatte sich die Mannschaft, geschwächt durch sieben Ausfälle, den Start nach sieben Monaten Pause nicht vorgestellt. Am Ende verhinderte vor allem Dejan Milosavljev im Tor einen Fehlstart.

Lasse Andersson ist bester Werfer der Füchse

Der Serbe parierte zwölf Würfe von überraschend selbstbewusst aufspielenden Nordhornern. Die Niedersachsen wären in der vergangenen Saison eigentlich abgestiegen – wäre die Spielzeit coronabedingt nicht abgebrochen worden. Diese neue Chance will die HSG offensichtlich nutzen.

Die Füchse kamen damit von Beginn an nicht zurecht. Schon nach 26 Minuten musste das Team um Kapitän Paul Drux einen Vier-Tore-Rückstand hinnehmen. Die Abwehr der Berliner stand zwar solide, im Angriff aber fehlte die Abstimmung. Der Aufbau stockte, technische Unsauberkeiten brachten die Hauptstädter immer wieder in Bedrängnis. Erst nach 37 Minuten warf Lasse Andersson die Gäste in Führung. Das Spiel blieb ein harter Kampf, den die Füchse erst kurz vor Schluss endgültig für sich entscheiden konnten. „Da konnten wir noch ein, zwei Spitzen durch unser Tempospiel setzen“, bilanzierte Siewert.

Am Dienstag empfangen die Füchse den SC Magdeburg

Dass die Füchse solche Schwierigkeiten hatten, kommt unerwartet. Die Auftaktpartie in der Bundesliga war bereits das dritte Pflichtspiel. In den ersten beiden Partien hatte es in der European League Siege gegen Gyöngyösi gegeben. Womit die Füchse in die Gruppenphase eingezogen waren. Dort treffen die Berliner ab dem 20. Oktober auf Sporting Lissabon, Nimes Gard, Dinamo Bukarest, Tatran Presov und IFK Kristianstad.

Bevor es auf internationaler Bühne weitergeht, steht ein echter Gradmesser in der Bundesliga an. Am Dienstag empfängt die Mannschaft von Trainer Siewert den SC Magdeburg (19 Uhr, Max-Schmeling-Halle). Gegen den Erzrivalen sollten die Füchse dann am besten schon von Anpfiff an voll da sein.

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