Füchse Berlin

Alles auf Anfang: Füchse Berlin starten in die neue Saison

Die Füchse starten am Sonnabend in die neue Saison der Handball-Bundesliga und haben in Nordhorn gleich die Chance zur Revanche.

Jaron Siewert leitet am Sonnabend sein erstes Bundesliga-Spiel als Trainer der Füchse Berlin.

Jaron Siewert leitet am Sonnabend sein erstes Bundesliga-Spiel als Trainer der Füchse Berlin.

Foto: Andreas Gora / dpa

Berlin. Es ist eine gefühlte Ewigkeit her. Das letzte Spiel gegen die HSG Nordhorn-Lingen. Diese peinliche Niederlage im vergangenen Februar, die die Füchse Berlin am Ende der abgebrochenen Saison den Europokalplatz kostete und Trainer Velimir Petkovic seinen Job. Seitdem ist viel passiert beim Handball-Bundesligisten.

Die Corona-Krise hat dem Verein ordentlich zugesetzt, an der Seitenlinie steht jetzt Jaron Siewert und dank einer Wildcard und zwei Siegen in der zweiten Qualifikationsrunde sind die Berliner auch in der European League dabei. Aber die Pleite vom Februar, dieses 30:32, haben die Füchse trotzdem nicht vergessen. Dass es zum Start in die neue Bundesliga-Saison am Sonnabend (20.30 Uhr, Sky) direkt wieder gegen Nordhorn geht, sei „eine gute Chance zur Korrektur“, sagt Geschäftsführer Bob Hanning.

Abwehrchef Gojun wird den Füchsen in Nordhorn fehlen

Zumal die Mannschaft hochkarätig verstärkt wurde, extern mit Lasse Andersson, Marian Michalczik und Milos Vujovic, intern mit Simon Ernst, der seinen Kreuzbandriss auskuriert hat. Der Spielmacher musste am vergangenen Dienstag beim 36:24 gegen Gyöngyösi in der European League mit muskulären Problemen passen. „Bei ihm könnte es aber für Nordhorn reichen“, sagt Hanning. Abwehrchef Jakov Gojun, der aus dem gleichen Grund wie Ernst fehlte, wird wohl ausfallen.

Nichtsdestotrotz sind alle froh, dass es endlich losgeht. Dass die Bundesliga – zwar mit Verspätung – den Spielbetrieb wieder aufnehmen kann. Trotz steigender Infektionszahlen und der nach wie vor schwelenden Pandemie. „Das müssen wir ausblenden“, meint Hanning. Er ist sich sicher: „Das wird psychisch und physisch eine schwierige Saison für alle Beteiligten. Wir werden noch öfter als sonst unsere Komfortzone verlassen müssen.“

Das Ziel ist klar. Die Füchse wollen oben angreifen. Wie weit es geht, hängt wohl auch davon ab, wie die anderen Topklubs um den THW Kiel, die SG Flensburg-Handewitt, die Rhein Neckar Löwen und die MT Melsungen die Corona-Krise verkraftet haben. Und ob die Pandemie den Spielplan nicht doch noch durcheinanderbringt.

Füchse Berlin wollen die großen Drei angreifen

„Unser Ziel sollte es schon sein, die großen Drei anzugreifen“, sagt Sportvorstand Stefan Kretzschmar mit Blick auf Kiel, Flensburg und die Löwen. „Wir waren letzte Saison Sechster, und ich bin jetzt kein Freund davon zu sagen, wir wollen jetzt Fünfter werden. Das wäre mir zu wenig.“ Schon das erste Heimspiel am kommenden Dienstag (19 Uhr) gegen den SC Magdeburg dürfte zeigen, wo die Berliner zum Saisonstart stehen.

Auf großartige Unterstützung müssen sie dabei verzichten. Nur wenige Zuschauer dürfen dabei sein. Das Hygienekonzept, das die Füchse zusammen mit Eisbären, Volleys und Alba erarbeitet hatten, hat den Berliner Senat zwar überzeugt, darf aber trotzdem nicht mit mehr als 1000 Fans umgesetzt werden.

Doch selbst mit Unterstützung einer gut gefüllten Schmeling-Halle hatten die Füchse die Pleite gegen Nordhorn nicht verhindern können. „Es sind noch ein paar Leute da, die eine Rechnung offen hätten“, glaubt Kretzschmar. Da wäre am Sonnabend ein guter Zeitpunkt, um genau die zu begleichen.

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