Füchse Berlin

Die Füchse leben ihren Traum von Europa

Die Füchse Berlin erreichen nach furiosem Sieg über Gyöngyös die Gruppenphase der European League.

Berlins Lasse Andersson (M.) setzt sich gegen Uros Vilovski (l.) und Oliver Jaros durch.

Berlins Lasse Andersson (M.) setzt sich gegen Uros Vilovski (l.) und Oliver Jaros durch.

Foto: Andreas Gora / picture alliance/dpa

Berlin. Sie klatschten sich erst untereinander ab und bedankten sich dann bei den 500 Fans. Die Erleichterung stand den Spielern der Füchse Berlin ins Gesicht geschrieben. In der 2. Qualifikationsrunde besiegten sie den ungarischen Topklub Gyöngyös in der Max-Schmeling-Halle mit 36:24 (17:12) und zogen damit in die Gruppenphase der European League ein. Bereits das Hinspiel hatten die Berliner eine Woche zuvor in Ungarn mit 25:23 gewonnen.

„Mit dem Spielergebnis sind wir natürlich vollauf zufrieden“, sagte Füchse-Trainer Jaron Siewert, „das Ergebnis spricht für sich. Die Qualifikation für die Gruppenphase stand über allem.“

Einen Rückschlag gab es vor dem Anwurf. Zu den bekannten Verletzten Milos Vujovic, Fabian Wiede, Matthias Zacchrisson, Jacob Holm, Johan Koch und Fredrik Simak gesellten sich kurzfristig auch Jakov Gojun und Simon Ernst hinzu, beide leiden unter muskulären Problemen. Doch auch mit dem arg dezimierten Kader erlebten die 500 Zuschauer in der Arena in Prenzlauer Berg einen furiosen Beginn der Berliner. Rechtsaußen Hans Lindberg brachte die Füchse mit einem Dreierschlag mit 3:2 nach drei Minuten in Führung. Den Berlinern war anzumerken, dass sie diesen Sieg unbedingt wollten.

Allerdings schlichen sich in der Folgezeit immer wieder technische Fehler im Angriff ein, in der Abstimmung haperte es im zweiten Pflichtspiel der Saison noch. Das Auslassen der Chancen eröffnete den Ungarn die Möglichkeit, in der Partie zu bleiben. Dennoch blieben die Berliner Herren des Geschehens. Lasse Andersson warf binnen zwei Minuten drei Tore, sodass sich die Füchse mit 12:8 (21.) erstmals klar absetzen konnten.

Und sie waren noch lange nicht in ihrem Jagdfieber zu bremsen. Im Gegenteil. Zwei schönen Paraden von Torhüter Dejan Milosavljev folgte ein wahrer Sturmlauf der Berliner. Nur sechs Minuten nach Wiederanpfiff waren sie auf 23:13 davongeeilt. Trainer Siewert brachte jetzt den A-Jugendlichen Matthes Langhoff auf der Mittelposition, der sich mit dem Treffer zum 25:17 (41.) gleich gut einführte. Im Tor durfte sich Frederik Genz auszeichnen. Siewert probierte ein bisschen aus, um allen Akteuren Spielpraxis zu geben vor dem Bundesliga-Start am Sonnabend bei der HSG Nordhorn-Lingen.