Handball

Kretzschmar korrigiert Champions-League-Visionen

Die Füchse dämpfen nach der Corona-Krise die Erwartungen, präsentieren mit Puma aber einen neuen Ausrüster.

Stefan Kretzschmar (r.) und Bob Hanning können auf einen neuen Ausrüster setzen.

Stefan Kretzschmar (r.) und Bob Hanning können auf einen neuen Ausrüster setzen.

Foto: Andreas Gora / picture alliance/dpa

Berlin. Es ist eine Partnerschaft, die in der freien Natur wohl nicht funktionieren würde. Fuchs und Puma. Auf dem Handballfeld aber werden beide ab Sommer kooperieren. Wie die Füchse Berlin am Donnerstag mitteilten, wird Sportartikelhersteller Puma Ausstatter Hummel ablösen und den Bundesligisten aus der Hauptstadt ab der neuen Saison ausrüsten. „Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit. Mit Puma haben wir eins der größten Unternehmen der Branche gewinnen können. Wir versprechen uns von der Unterschrift auch eine Stärkung unserer eigenen Marke“, sagte Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning.

Nach bangen Monaten in der Corona-Krise ist die Kooperation mit Puma eine vor allem finanziell gute Nachricht für die arg gebeutelten Berliner. Ein Engagement mit Strahlkraft. „Es ist schön zu sehen, dass sich so eine Weltmarke zum Handball bekennt. Es zeigt den Stellenwert unseres Sports und das Potential der Füchse Berlin“, sagte Sportvorstand Stefan Kretzschmar.

Füchse-Trainer Siewert fordert eine Siegermentalität

Zusammen mit Hanning und Jaron Siewert, der ab dem 1. Juli den Posten des Cheftrainers bei den Füchsen übernehmen wird, gab es von Kretzschmar in einer Gesprächsrunde, die bei Youtube ausgestrahlt wurde, neben dem wirtschaftlichen auch ein sportliches Update. „Wir haben eine gute Mannschaft auf Corona-Niveau“, sagte Kretzschmar. „Aber die Lücke zum THW Kiel wird nicht mehr so leicht zu schließen sein.“

Der 47-Jährige war am 1. Januar mit großen Ambitionen in seine Aufgabe als Sportvorstand gestartet. Nicht weniger als die Champions League sollte es möglichst bald für die Füchse sein. „Diese Vision ist nicht mehr in der Größenordnung ausgeprägt“, sagte Kretzschmar am Donnerstag. Es komme jetzt erst mal darauf an, in den kommenden eineinhalb Jahre mit der Krise umzugehen. Große Investitionen, die es braucht, um in der Handball-Königsklasse zu bestehen, sind kaum möglich.

Mit dem 26-jährigen Siewert haben die Füchse aber keinen Trainer an der Seitenlinie, der so ganz ohne Ansprüche in seine erste Erstliga-Saison als Coach geht. „Ich will eine Siegermentalität sehen“, sagte Siewert, der seine Spieler schon in diversen Videokonferenzen kennengelernt hat, bevor es am 17. Juli mit dem Trainingsstart losgeht.

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