Handball

Füchse lösen Vertrag mit Stipe Mandalinic auf

Die Füchse trennen sich vorzeitig von Rückraumspieler Stipe Mandalinic. Der Kroate wird nicht der letzte Spieler sein, der gehen muss.

Stipe Mandalinic wird die Füchse Berlin verlassen.

Stipe Mandalinic wird die Füchse Berlin verlassen.

Foto: Marco Wolf / picture alliance / Marco Wolf

Berlin. Es ist das Ende eines wenig ruhmreichen Kapitels. Für Stipe Mandalinic ist seine Zeit bei den Füchsen Berlin vorbei. Der Handball-Bundesligist löst den Vertrag mit dem kroatischen Rückraumspieler vorzeitig auf. „Das ist eine Folge der Corona-Krise“, sagt Geschäftsführer Bob Hanning der Morgenpost. „Wir sind in gar keinen Fall in der Lage, mit diesem Kader in die neue Saison zu gehen.“

Der Abbruch der aktuellen Spielzeit und das Ende der Europapokal-Saison haben die Füchse in wirtschaftliche Schieflage gebracht. Zudem haben die Berliner durch den sechsten Platz in der Liga bislang keinen internationalen Startplatz für die kommende Saison sicher, auch wenn Manager Hanning die Hoffnung auf eine Wildcard für den EHF-Cup noch nicht aufgegeben hat.

Mandalinic konnte die Erwartungen an ihn nie erfüllen

Fest steht jedenfalls, dass die einvernehmliche Vertragsauflösung mit Mandalinic „nicht das letzte Gespräch dieser Art gewesen sein“ wird, wie Hanning sagt. „Unsere wirtschaftliche Situation gibt das nicht her.“ Weitere Spieler werden den Verein verlassen müssen. Dass es als erstes Mandalinic getroffen hat, sei eine „logische Konsequenz“ gewesen. Auch wenn er noch einen Kontrakt bis 2021 gehabt hätte.

Der linke Rückraumspieler stand schon länger in der Kritik. Im Herbst 2017 als Torschützenkönig der Champions League aus Zagreb in die Hauptstadt gewechselt, konnte der 27-Jährige die Erwartungen nie erfüllen. Erst bremste den Rechtshänder ein Kreuzbandriss aus, dann kämpfte er sich zwar wieder heran, fiel aber immer wieder durch mangelndes Spielverständnis und fehlende Torerfolge auf.

Drei Spieler verlassen die Füchse bereits

Mandalinic traf in der abgelaufenen Saison nur 24 Mal das Tor. Mit einer Wurfquote von 43 Prozent weist er den schwächsten Wert aller eingesetzten Feldspieler auf. Mit der Verpflichtung von Lasse Andersson (kommt aus Barcelona) und Marian Michalczik (Minden) haben sich die Füchse ab Sommer zudem hochkarätige Verstärkung im linken Rückraum gesichert. „Da hat Stipe kaum mehr Spielmöglichkeiten“, erklärt Hanning. Mandalinic ist nach dem Abgang der Torhüter Silvio Heinevetter (MT Melsungen) und Martin Ziemer (Erlangen) der dritte Profi, der die Füchse nun verlässt.

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