Coronavirus

Füchse-Chef Hanning kämpft gegen den Saisonabbruch

Die Bundesligen der Handballer und Basketballer wollen mit Alternativ-Szenarien um ihre Saisons retten.

Füchse-Manager Bob Hanning kämpft um die Fortsetzung der Handball-Saison.

Füchse-Manager Bob Hanning kämpft um die Fortsetzung der Handball-Saison.

Foto: Soeren Stache / picture alliance/dpa

Berlin. Bob Hanning kämpft gegen den schnellen K.o. Der Geschäftsführer der Füchse Berlin hat der Handball-Bundesliga (HBL) einen Vorschlag unterbreitet, wie man die aktuelle Saison noch retten kann. „Denkverbote darf es nicht geben“, sagte Hanning: „Wir können uns nicht in der Höhle verkriechen und uns dann, wenn wir rauskommen, wundern, dass nur verbrannte Erde rumliegt.“

Dem Vernehmen nach geht es darum, dass alle 18 Erstligisten im Juni an einem Ort zusammen kommen und innerhalb kürzester Zeit die verbleibenden Spiele absolvieren sollen. Sollte die Bundesregierung in einem nächsten Schritt der Lockerung der Corona-Maßnahmen am 30. April grünes Licht für Geisterspiele im Sport geben, könnten so die TV-Partner und Sponsoren noch bedient werden. Einigen der finanziell schwer getroffenen Klubs könnte das helfen.

Die meisten Vereine aber tendieren bereits zum Abbruch. Am Dienstag sollen die Geschäftsführer der 36 Vereine aus 1. und 2. Liga darüber entscheiden, ob die Saison abgebrochen wird. Wenn das sofortige Ende der laufenden Spielzeit die erforderliche Dreiviertelmehrheit bekommt, würde auch Hanning das „voll akzeptieren“.

Spieler aus dem Ausland müssen erst mal in Quarantäne

Anders als sein Manager-Kollege im Handball zweifelt Marco Baldi daran, dass die Saison in der Basketball-Bundesliga noch fortgesetzt wird. „Momentan sind wir weit davon entfernt, dass es klappt“, sagte der Geschäftsführer von Alba Berlin. Einige Spieler wie Martin Hermannsson (Island) oder Luke Sikma (USA) weilen derzeit im Ausland. Und wer gerade über die Flughäfen Tegel und Schönefeld einreist, ist dazu verpflichtet, erst einmal in 14-tägiger häuslicher Quarantäne zu bleiben. „Da müssen wir erst einmal sehen, was aktuell überhaupt noch machbar ist“, sagte Baldi.

Diskutiert wird derzeit eine Variante, bei der Spiele jeweils an einem Standort im Norden, Westen und Süden absolviert würden. Eine Entscheidung über eine zentrale Fortführung der Saison wird im Basketball erst Ende April fallen. Die Handballer werden wohl schon Anfang nächster Woche Gewissheit haben.