Handball

Füchse-Profi Drux: Zwischen Dinkelmehl und Digital-Detox

Füchse-Spieler Paul Drux nutzt die spielfreie Zeit in der Handball-Bundesliga um abzuschalten, vermisst aber seine Teamkollegen.

Paul Drux arbeitet in der spielfreien Zeit an seinem Comeback.

Paul Drux arbeitet in der spielfreien Zeit an seinem Comeback.

Foto: Andreas Gora / picture alliance / Andreas Gora

Berlin. Eigentlich kommt Paul Drux die aktuelle Situation ganz gelegen. Der Rückraumspieler der Füchse Berlin hat eine Schwäche für schwedische Süßigkeiten. „Weil aber alle Läden, wo ich die herbekommen würde, geschlossen haben, ist das kein so großes Problem“, verrät der 25-Jährige am Donnerstag in einem Facebook-Live seines Vereins.

Wie alle anderen Sportler hat aber auch der Handball-Profi so seine Probleme mit der Coronavirus-Pandemie und ihren Folgen. Die Bundesliga-Saison pausiert erst mal bis Ende April, wie es danach weitergeht, bleibt abzuwarten. „Der Tagesablauf ist schon recht eintönig“, erzählt Drux. „Als Kaderathlet hab ich immerhin eine Sondergenehmigung, um noch am Olympiastützpunkt trainieren zu können.“

Füchse-Profi Drux entdeckt seine Kochkünste

Somit muss der Nationalspieler nicht nur zu Hause Sport treiben und kommt auch mal raus aus den eigenen vier Wänden. Da ist eh schon so gut wie alles aufgeräumt. Am Wochenende kommen noch die Schubladen dran, dann ist der Frühjahrsputz im Hause Drux erledigt. Bleibt also genügend Zeit, die eigenen Kochkünste aufzupolieren.

„Ich hab letztens einen Brokkoli-Quinoa-Salat gemacht“, erzählt Drux. „Hab ich vorher auch noch nie gegessen, aber der war echt gut.“ Ansonsten gibt’s auch mal handgedrehte Pasta oder hausgemachte Pizza – natürlich mit Dinkelmehl. Die Ernährung eines Profisportlers muss schließlich auch in Krisenzeiten gesund bleiben.

Seinem Comeback kommt Drux Woche für Woche näher

Ein wenig Stabilität also in diesen so instabilen Zeiten. Drux fehlt das Training mit der Mannschaft. Für einen Kontaktsportler, wie es Handballer sind, war die Aussetzung des Trainingsbetriebs ein Kahlschlag. Von hundert auf null. „Das vermisst man schon. Der Trainingskontakt fehlt komplett“, sagt Drux. Immerhin kann der Rückraumspieler die Zeit nutzen, um seinem Comeback einen entscheidenden Schritt näher zu kommen.

Die Entzündung in der Fußsohle bessert sich, auch wenn der Rechtshänder noch ein gutes Stück vom Hallentraining entfernt ist. Wann das wieder aufgenommen werden kann, ist sowieso ungewiss. Füchse-Trainer Michael Roth ist mit dem Coronavirus infiziert, und der Sport in Berlin ruht auch erst mal. „Keiner kann wissen, was in zwei, drei Wochen ist. Ob die Maßnahmen der Bundesregierung greifen“, sagt Drux. Eine Gefahr für die Zukunft des Sports, wie er findet. „Da braucht es dann auf jeden Fall die Unterstützung der Politik, um den Sport zu retten.“

An einer Olympia-Absage „ging kein Weg vorbei“

Dass im internationalen Sport schon eine weitreichende Entscheidung für die Zukunft getroffen wurde, unterstützt der Berliner. Die Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio gebe allen Athleten nun Planungssicherheit. So wie der Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB). Das DHB-Team hatte sich noch nicht qualifiziert, das für Mitte April angesetzte Qualifikationsturnier in Berlin musste aufgrund der Corona-Krise auf unbestimmte Zeit verschoben werden. „Es gab keinen Weg an der Verschiebung vorbei“, sagt Drux. „Da wär der olympische Gedanke nicht mehr gegeben gewesen.“

Drux hat also keinen Zeitdruck, wieder fit zu werden. Für ihn ist jetzt die „perfekte Zeit, um zu entschleunigen und die Technik beiseite zu legen“. Ein Buch lesen, Serien schauen oder eben kochen. Und als Nachtisch gibt’s dann ein Stückchen Schokolade. Normale aus dem Supermarkt, der hat ja immerhin noch geöffnet.

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