Handball

Neu-Trainer Roth wechselt den Füchse-Sieg ein

Die Füchse Berlin gewinnen 33:26 im EHF-Pokal gegen Logrono, weil ihr neue Trainer Michael Roth ein glückliches Händchen beweist.

Trainer Michael Roth von den Füchsen Berlin während des Spiels zwischen Füchse Berlin und BM Logrono La Rioja am 01.03.2020 in Berlin, Deutschland. (Foto von Marco Leipold/City-Press GmbH)

Trainer Michael Roth von den Füchsen Berlin während des Spiels zwischen Füchse Berlin und BM Logrono La Rioja am 01.03.2020 in Berlin, Deutschland. (Foto von Marco Leipold/City-Press GmbH)

Foto: Marco Leipold / City-Press GmbH

Berlin. Michael Roth schickte noch schnell ein Luftküsschen Richtung Tribüne, bevor er seine Spieler herzte. Die Erleichterung bei den Füchsen Berlin war am Sonntagnachmittag groß, größer noch als die Freude über den 33:26 (15:14)-Sieg im EHF-Pokal gegen Logrono La Rioja. Nach turbulenten Tagen beim Berliner Handball-Bundesligisten.

„Die Verunsicherung der Mannschaft war zu spüren, aber wir haben die Ruhe bewahrt“, sagte Roth, der erst am Freitag das Traineramt beim Berliner Handball-Bundesligisten von Velimir Petkovic übernommen hatte. „Ich kann der ganzen Mannschaft nur ein Lob aussprechen. Wir sind sehr froh.“ Denn die Füchse hatten diesen Sieg so dringend gebraucht. Nicht nur, um den Traum vom Final Four (23./24. Mai) in der eigenen Halle am Leben zu halten. Auch für das Selbstvertrauen, das nach drei Niederlagen in Folge und der peinlichen Pleite gegen Bundesliga-Schlusslicht Nordhorn (30:32) samt Trainerwechsel arg gelitten hatte.

Heinevetter erwischt im Füchse-Tor einen schwachen Tag, Ziemer glänzt

Das war vor allem zu Beginn zu sehen, als man sich schon fast die Frage stellen musste, wann die Füchse das Handballspielen verlernt hatten. Erstmal machten sie nämlich genau da weiter, wo sie bei der Blamage gegen Nordhorn aufgehört hatten. Wieder war das Spiel der Berliner durchsetzt von zu vielen Fehlpässen, zu vielen technischen Fehlern und einer enorm schwachen Torhüterleistung.

Bis zur 16. Minute. Erst reagierte Trainer Roth auf einen Fünf-Tore-Rückstand (7:12) und brachte Rückraumspieler Michael Müller. Zwei Minuten später ersetzte er einen völlig wirkungslosen Silvio Heinevetter zwischen den Pfosten mit Martin Ziemer. Das eingewechselte Duo belebte die Füchse, Ziemer parierte bis zur Halbzeit sechs Bälle (insgesamt zwölf Paraden), im Angriff traf Müller dreimal – unter anderem zum Ausgleich (13:13/27. Minute) und zur Pausenführung (15:14/30.).

Schon am Dienstag müssen die Füchse in der Liga überzeugen

Kurz vor Wiederanpfiff sah sich auch Füchse-Manager Bob Hanning berufen, die Spieler aufzuwecken, ihnen die Wichtigkeit dieses Spiels nochmal deutlich zu machen. Es wirkte. Die Füchse wirkten wacher, spielten konzentriert im Angriff, standen stabil in der Deckung. Und dann war da ja noch Müller, der wie entfesselt wirkte und per Doppelpack auf 20:16 (37.) erhöhte und mit acht Toren bester Werfer der Partie war. „Das war ein wichtiger Sieg für uns nach diesen Tagen“, sagte Müller.

Die Berliner konservierten die Führung und damit auch die Hoffnung, das Finalturnier in der Max-Schmeling-Halle noch aus eigener Kraft erreichen zu können. Am Ende war es trotz des deutlichen Ergebnisses keine Glanzleistung – aber immerhin ein erster, extrem wichtiger Schritt raus aus der Krise. Den Aufwärtstrend müssen die Füchse nun auch in der Liga bestätigen, schon am Dienstag geht es beim Bergischen HC (19 Uhr, Sky) weiter.

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