Handball

Füchse blamieren sich gegen Schlusslicht Nordhorn

Die Füchse Berlin verlieren gegen Tabellenschlusslicht HSG Nordhorn mit 30:32, weil sie verunsichert und ideenlos auftreten.

Füchse-Rückraumspieler Dainis Kristopans (2.v.l.) fand nur selten einen erfolgreichen Weg durch die Nordhorner Deckung.

Füchse-Rückraumspieler Dainis Kristopans (2.v.l.) fand nur selten einen erfolgreichen Weg durch die Nordhorner Deckung.

Foto: Jan Huebner/Frick via www.imago-images.de / imago images/Jan Huebner

Berlin. Dainis Kristopans trat einmal fest gegen den Torpfosten. Der Frust war groß. Nicht nur beim Rückraum-Riesen aus Lettland. Bei allen Spielern der Füchse Berlin. Der Grund: Eine mindestens so bittere wie peinliche Pleite am Donnerstagabend gegen die HSG Nordhorn-Lingen. Mit 30:32 (12:14) verlor der Berliner Handball-Bundesligist vor 5756 Zuschauern in der heimischen Max-Schmeling-Halle – gegen das Schlusslicht der Liga.

Darüber reden wollten die Spieler nicht, also war es an Trainer Velimir Petkovic Erklärungen für die dritte Niederlage innerhalb einer Woche zu finden. „Ich habe versucht, meine Mannschaft zu motivieren“, sagte der 63-Jährige. „Ich habe es nicht geschafft, dass meine Jungs kämpfen, dass sie brennen. Das habe ich nicht geschafft, das geht auf meine Kappe.“

Füchse kriegen den Tabellenletzten nicht in den Griff

Die Füchse ließen sich von Beginn an auf das erschreckend schwache Niveau des Tabellenletzten runterziehen. Ballverluste auf beiden Seiten und zahlreiche Fehlwürfe machten die Partie zu einer, die definitiv nicht zur Kategorie Leckerbissen zählte. Verunsichert durch den frühen Drei-Tore-Rückstand (3:6/11. Minute) fehlte den Berlinern völlig die Konzentration.

Den zwischenzeitlichen Ausgleich (10:10/24.) konnten die Füchse trotz zweier Tore von Neu-Fuchs Kristopans (bester Berliner Werfer mit neun Toren) nicht bis zur Pause halten. Auch weil Nordhorn mit den stets gleichen Angriffen immer wieder einen Weg durch die löchrige Abwehr der Hausherren fand. An dieser Stelle sollte nochmal angemerkt werden, dass die Nordhorner in dieser Saison bislang nur zwei (!) Punkte geholt hatten.

Nordhorns Robert Weber überragt mit 14 Toren

Nach der Pause erinnerten sich die Berliner nur kurz daran, dass sie hier ja eigentlich der haushoch überlegene Favorit sein sollten. Mit konzentrierteren Angriffen erarbeiteten sich die Füchse durch Mijajlo Marsenic (31.) und Marko Kopljar (33.) erst den Ausgleich, wenig später traf Kapitän Hans Lindberg zur Führung (38.) – die erste in diesem Spiel.

Doch es blieb eine Zitterpartie, die Füchse konnten sich nicht absetzen, gerieten sogar wieder in Rückstand (22:23/48.). Weil Martin Ziemer und Silvio Heinevetter im Tor einen schwachen Tag erwischten und die Abwehr Nordhorns Rechtsaußen Robert Weber (14 Tore) nicht in den Griff bekam. „Das ist ein schwerer Rückschlag für uns“, sagte Sportvorstand Stefan Kretzschmar, der Nordhorn schließlich zu einem verdienten Sieg gratulieren musste.

Am Sonntag haben die Füchse die Chance, zumindest ein wenig Wiedergutmachung zu betreiben. Dann müssen die Füchse im EHF-Pokal gegen Logrono ran (16 Uhr, Schmeling-Halle) und dringend punkten, um einen wichtigen Schritt Richtung Final Four zu machen.

Mehr über die Füchse Berlin lesen Sie hier.