Handball

Füchse scheitern in Minden an einem Ex-Berliner

Die Füchse Berlin verlieren nicht nur mit 25:30 in Minden, sondern auch Platz drei in der Tabelle. Ein ehemaliger Fuchs überragt.

Füchse-Kapitän Hans Lindberg (M.) verzweifelte ebenso wie seine Teamkollegen am starken Minden-Keeper Malte Semisch (l.).

Füchse-Kapitän Hans Lindberg (M.) verzweifelte ebenso wie seine Teamkollegen am starken Minden-Keeper Malte Semisch (l.).

Foto: Noah Wedel via www.imago-images.de / imago images/Noah Wedel

Berlin. Es ist wie verhext. Auf die Derbysieg-Party folgte bei den Füchsen Berlin am Donnerstag der Alltags-Kater. Der Handball-Bundesligist aus der Hauptstadt kassierte in Minden eine 25:30 (12:15)-Niederlage und muss damit auch den dritten Tabellenplatz erstmal wieder abgeben. Obendrein verpasste es die Mannschaft von Trainer Velimir Petkovic, sich für die 25:29-Hinspielpleite zu revanchieren. Was allerdings noch schlimmer war: Es folgte eine weitere Blamage gegen die Ostwestfalen.

Mitverantwortlich dafür war vor allem ein ehemaliger Füchse-Spieler. Malte Semisch, in der vergangenen Saison noch bei den Berlinern unter Vertrag, parierte in Mindens Tor auf allerhöchstem Niveau. Am Ende standen 15 Paraden und die Erkenntnis, dass die Füchse nicht annähernd die Leistung erreichten, mit der sie am vergangenen Sonntag den SC Magdeburg (25:24) geschlagen hatten.

„Im Angriff hat uns die Durchschlagskraft gefehlt“, sagte ein enttäuschter Petkovic. „Die ganze Last auf halblinks lag auf Kristopans, da war er schnell kaputt.“ Die Gäste konnten den Ausfall von Paul Drux (Entzündung in der Fußsohle) im Rückraum nicht auffangen, in der Abwehr sammelte Jakov Gojun bis zur 37. Minute drei Zeitstrafen und flog vom Platz und bei Neu-Fuchs Dainis Kristopans häuften sich die Passfehler und technischen Ungenauigkeiten.

Schon am Sonnabend geht es für die Füchse in Spanien weiter

Das eröffnete dem Tabellen-14. aus Ostwestfalen die Möglichkeit, Mitte der ersten Halbzeit auszugleichen (7:8/17. Minute) und die Berliner wenig später in Rückstand zu bringen (9:10/20.) Daran konnten die Füchse dann auch nicht mehr viel ändern. Schon kurz nach Wiederanpfiff musste sich der Hauptstadtklub aufgrund von Ideenlosigkeit und Kräfteverschleiß endgültig geschlagen geben und lief einem Vier-Tore-Rückstand nur noch hinterher (12:16/32.). „Ich hatte eine Niederlage nicht erwartet“, sagte Petkovic, der zuletzt fünf Mal in Folge mit den Berlinern gewonnen hatte. „Aber uns haben einfach die Kräfte gefehlt.“

Viel Zeit, um die wieder zu sammeln, bleibt nicht. Schon am Freitag geht es für die Füchse über Pamplona nach Logrono, wo am Sonnabend (19 Uhr, DAZN) das nächste Gruppenspiel im EHF-Pokal ansteht. „Jetzt ist die Gefahr groß, dass wir auch in Spanien eine Klatsche kriegen“, sagte Petkovic. „Aber wir müssen uns sammeln und zurückkommen.“

Mehr über die Füchse Berlin lesen Sie hier.