Handball

Füchse lassen gegen Tatabanya Punkt liegen

Die Füchse Berlin holen im EHF-Pokal gegen Tatabanya vor den Augen von Riesen-Zugang Dainis Kristopans nur ein Unentschieden.

Marko Kopljar (M.) traf fünf Mal, zum Sieg gegen Tatabanya reichte es für die Füchse aber nicht.

Marko Kopljar (M.) traf fünf Mal, zum Sieg gegen Tatabanya reichte es für die Füchse aber nicht.

Foto: Andreas Gora / dpa

Berlin. Es war sicherlich nicht der Einstand, den sich Dainis Kristopans gewünscht hatte. Am Donnerstagabend musste der spektakuläre Zugang der Füchse Berlin von der Tribüne aus mitansehen, wie sich der Handball-Bundesligist im EHF-Pokal nur ein 27:27 (15:17) gegen die Ungarn aus Tatabanya erkämpfte.

Vor der zweiten Partie im EHF-Cup hatte der Hauptstadtklub seinen größten Transfercoup vorgestellt. „Er ist ein absoluter Weltstar, einer der besten Halbrechten der Welt, der uns nach vorn bringt, auf Weltklasse-Niveau“, sagte Sportvorstand Stefan Kretzschmar stolz über die Verpflichtung des 2,15 Meter großen Letten bis Saisonende. Nach zehn Nächten mit wenig Schlaf und abenteuerlichen Verhandlungen freute sich Kretzschmar über diesen „großartigen Deal für unseren Verein“.

Füchse können Ausfall von Drux nicht auffangen

Im EHF-Pokal ist der 29 Jahre alte Champions-League-Sieger nicht spielberechtigt. Deshalb mussten es die Berliner gegen Tatabanya ohne den Rückraum-Riesen richten. Trainer Velimir Petkovic rotierte, gab Kapitän Hans Lindberg in der ersten Hälfte eine Pause und schickte Winterzugang Javier Munoz auf Rechtsaußen ins Rennen.

Da Nationalspieler Paul Drux mit Fußproblemen nur zuschauen konnte, mussten es im Rückraum andere richten. Stipe Mandalinic zum Beispiel. Oder Frederik Simak. Im Laufe der ersten Hälfte aber wurde deutlich, dass keiner die fehlende Qualität von Drux auffangen konnte.

Rückraum-Shooter Mandalinic verpasst den Siegtreffer

Mit technischen Ungenauigkeiten, Abspielfehlern und unkonzentrierten Angriffen brachten sich die Füchse selbst in Bedrängnis und in die Lage nach der Pause einen Zwei-Tore-Rückstand aufarbeiten zu müssen. Doch auch die zweiten 30 Minuten vor 5990 Zuschauern in der Schmeling-Halle brachten nichts wirklich Erbauliches. „Wir haben viel zu viele technische Fehler gemacht“, sagte Jacob Holm, der mit sechs Toren bester Berliner Werfer war. „Am Ende fehlte einfach die Kraft.“ Und das Glück. Rückraum-Shooter Mandalinic verpasste mit der Schlusssirene den Siegtreffer.

„Das war unglücklich“, sagte Trainer Velimir Petkovic. „Ich bin enttäuscht, dass wir einen Punkt verloren haben.“ Am Sonntag geht es für seine Mannschaft in der Bundesliga allerdings schon weiter, im wichtigen Derby gegen den SC Magdeburg (14.05 Uhr, Max-Schmeling-Halle). Mit Kristopans – dann aber als Verstärkung auf dem Feld.

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