Handball

Füchse müssen ohne Drux in Frankreich antreten

Die Füchse starten am Sonntag gegen Pauc in die Gruppenphase des EHF-Cups – müssen aber auf einen weiteren Leistungsträger verzichten.

Hier entlang bitte: Für die Füchse Berlin soll es ins Final Four des EHF-Pokals gehen. Trainer Velimir Petkovic gibt die Richtung vor.

Hier entlang bitte: Für die Füchse Berlin soll es ins Final Four des EHF-Pokals gehen. Trainer Velimir Petkovic gibt die Richtung vor.

Foto: Andreas Gora / dpa

Berlin. Mittlerweile steckt Velimir Petkovic diese Hiobsbotschaften ganz gut weg. Er kennt es ja nicht anders. Immer wieder muss der Trainer der Füchse Berlin auf irgendeinen Leistungsträger verzichten. Auch an diesem Sonntag, wenn der Handball-Bundesligist aus der Hauptstadt beim französischen Team Pauc Handball in die Gruppenphase des EHF-Pokals (19 Uhr, DAZN) startet. „Wir sind ohne Paul Drux in die Provence gereist“, erzählt Petkovic nach dem Mittagessen am Sonnabend.

Der Nationalspieler war beim 27:19-Sieg am vergangenen Donnerstag in Ludwigshafen beim Aufwärmen umgeknickt, hatte aber noch spielen können. „Er hat uns da viel geholfen“, sagt Petkovic. „Deshalb gehe ich nicht davon aus, dass es was Langfristiges ist.“ Dass der 25-Jährige von Mannheim zurück nach Berlin gereist ist, ist also eine reine Vorsichtsmaßnahme.

Struck und Simak als Ersatz-Kandidaten bei den Füchsen

„Jetzt müssen wir das hier in Frankreich eben ohne ihn überstehen“, sagt Petkovic. Das erste Gruppenspiel im EHF-Cup ist direkt ein richtungsweisendes. Experten sehen das französische Bundesligateam aus Aix-en-Provence als härtesten Gegner im Kampf um die ersten Plätze in Gruppe D. „Jeder Punkt zählt“, weiß der Trainer, das gilt auch gegen die Franzosen, die „sehr körperbetont und aggressiv in der Deckung spielen“.

Umso wichtiger wird es für die Füchse sein, mit einer besseren Chancenverwertung aufzutreten. Während die Abwehr der Berliner in den ersten Bundesligaspielen der zweiten Saisonhälfte stabil agierte, bereitete die Offensive Sorgen. „Da müssen wir jetzt bessere Lösungen finden“, sagte Petkovic. Drux’ Platz in der Abwehr werden wohl Kevin Struck und Frederik Simak einnehmen. Jungfuchs Simak (22) ist zudem auch ein Kandidat für den Drux-Ersatz im Angriff.

Ziel der Füchse ist das Final Four in der eigenen Halle

Die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Start in die Gruppenphase sind also nicht ideal. Andererseits ist es gut, dass es für die Füchse nun endlich losgeht. Viel haben sie geredet über den Traum vom Titelgewinn, über den unbedingten Wunsch, ins Final Four einzuziehen. Weil die Berliner das Finalturnier am 23. und 24. Mai in der heimischen Max-Schmeling-Halle ausrichten, müssen sie nur die Gruppenphase überstehen, um in die Endrunde einzuziehen.

Das Viertelfinale bleibt dem Team von Trainer Petkovic dann erspart. „Deshalb haben wir schon im ersten Spiel großen Druck“, sagt Petkovic. „Ein Sieg ist so wichtig, um den ersten Schritt in die richtige Richtung zu machen.“ Richtung Finale, Richtung Titeltraum.

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