Handball

27:19 gegen Eulen: Füchse werfen sich in die Spitzengruppe

Die Füchse gewinnen mit 27:19 bei den Eulen Ludwigshafen und klettern in der Tabelle auf Rang drei. Lindberg wieder bester Werfer.

Michael Müller und die Füchse Berlin feiern in Ludwigshafen den fünften Sieg im sechsten Spiel.

Michael Müller und die Füchse Berlin feiern in Ludwigshafen den fünften Sieg im sechsten Spiel.

Foto: Michael Deines/PROMEDIAFOTO / picture alliance / Promediafoto

Berlin. Wenn zwei sich streiten, freuen sich die Füchse Berlin. Zumindest am Donnerstagabend. Weil sich der SC Magdeburg und Hannover-Burgdorf im direkten Duell die Punkte teilten (30:30), machte der Berliner Handball-Bundesligist mit seinem 27:19 (11:9)-Sieg bei den Eulen Ludwigshafen einen großen Sprung in der Tabelle – bis auf Rang drei. „Das sind die Spiele, die wir gewinnen müssen“, sagte Nationalspieler Paul Drux. „Wichtige Punkte, die wir brauchen, um oben mitzuhalten.“

Dass sie das können, hat die Mannschaft von Trainer Velimir Petkovic eindrucksvoll bewiesen. Trotz der Ausfälle vieler Leistungsträger um Torhüter Dejan Milosavljev (Reha nach Knie-OP) und Kreisläufer Mijajlo Marsenic (Schlag aufs Knie) feierten die Berliner den fünften Sieg im sechsten Spiel. Auch wenn es eine zähe Partie gegen den erwartet unangenehmen Gegner war.

Füchse-Kapitän Lindberg ebnet mit Drei-Tore-Lauf den Weg zum Sieg

„Wir haben gut in der Deckung gestanden, aber technische Fehler im Angriff gemacht“, erklärte Trainer Petkovic. Deshalb konnten sich die Berliner in der ersten Halbzeit auch nicht absetzen. Die Partie blieb eng, ein Drei-Tore-Vorsprung war das komfortabelste, was sich die Füchse herausspielten (10:7/26. Minute). Weil aber die Eulen – in der Bundesliga die Mannschaft mit der schlechtesten Offensivleistung – die Fehler der Gäste nicht nutzen konnten, geriet die Führung der Berliner nie in Gefahr.

Als die Kräfte bei den Hausherren schwanden, schlug dann mal wieder Kapitän Hans Lindberg (mit neun Toren bester Werfer) zu. Nach dem Treffer zum 21:18 durch Michael Müller (53.), sorgte der dänische Weltmeister mit drei Toren für ein angenehmes Sechs-Tore-Polster. Danach war dann der letzte Funken Kampfgeist bei den Eulen gebrochen – auch weil ihr russischer Rückraum-Riese Azat Valiullin nach einem Griff in Müllers Arm die Rote Karte sah (57.). Somit bleibt es dabei: In der Bundesliga sind die Füchse gegen Ludwigshafen noch ungeschlagen.

Am Sonntag starten die Füchse in die EHF-Pokal-Gruppenphase

„Wir haben souverän gewonnen“, sagte Trainer Petkovic. „Das freut mich sehr – auch vor Sonntag.“ Dann geht es für den Hauptstadtklub zum Auftakt in die Gruppenphase des EHF-Pokals gegen den französischen Vertreter Pauc (19 Uhr, live bei DAZN). Um die Reisestrapazen möglichst gering zu halten, bleiben die Berliner im „schönen Mannheim“, wie Drux erklärte. Von dort geht es am Sonnabend weiter in die Provence.

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