Handball

Füchse-Trainer Petkovic vor „der schwierigsten Rückrunde“

Die Füchse plagen vor dem Start in den Bundesliga-Alltag immer noch Verletzungssorgen. Coach Petkovic hofft vergeblich auf Hilfe.

Füchse-Trainer Velimir Petkovic startet nach der EM-Pause mit Sorgen in den Bundesliga-Alltag.

Füchse-Trainer Velimir Petkovic startet nach der EM-Pause mit Sorgen in den Bundesliga-Alltag.

Foto: Andreas Gora / dpa

Berlin. Die Handball-Europameisterschaft ist vorbei, Zeit, in den Bundesliga-Alltag zurückkehren. Für die Füchse Berlin bedeutet das: Volle Konzentration auf das Heimspiel am Sonntag gegen Balingen (16 Uhr, Max-Schmeling-Halle). „Das Training läuft gut, keiner hat sich verletzt, keiner hat sich abgemeldet aus irgendeinem Grund“, sagte Trainer Velimir Petkovic am Dienstag. „Nur meine zwei Torhüter hab ich noch nicht wieder da.“

Eine der schlechteren Nachrichten, die aus dem Lager des Berliner Handball-Bundesligisten zum Ende der EM-Pause zu vernehmen sind. Dass weder Dejan Milosavljev (Reha nach Knie-OP) noch Silvio Heinevetter (Knie) sicher eine Option für die Partie gegen den Aufsteiger sind, „stört ein bisschen die Vorbereitung und meine Pläne für die Rückrunde“, sagte Petkovic.

Füchse-Trainer Petkovic hält an seinen Saisonzielen fest

Immerhin soll Keeper Heinevetter am Donnerstag wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Milosavljev, der den Füchsen in der Hinrunde mit überragenden Leistungen immer wieder wichtige Punkte rettete, muss noch die Abschlussuntersuchung über sich ergehen lassen, ehe der 23-Jährige eine Freigabe fürs Training erhält.

Petkovics Pläne für die Rückrunde wurden aber nicht nur von den Torhütern durchkreuzt. Auch die langfristigen Ausfälle der Spielmacher Simon Ernst (dritter Kreuzbandriss) und Fabian Wiede sowie Rechtsaußen Mattias Zachrisson (beide mit Schulter-OP) reißen ein großes Loch in den Kader. Eigentlich hatte der 63 Jahre alte Coach auf Verstärkung gehofft. „In einem Gespräch mit Bob Hanning hieß es zunächst auch, wir suchen was. Aber dann habe ich in einem Interview mit ihm gelesen, dass es keinen Ersatz geben wird“, sagte Petkovic.

So erwartet den Trainer, der zum Saisonende bei den Füchsen aufhört, „die schwierigste Rückrunde“ seiner Amtszeit. Was Petkovic nicht von seinen Zielen abbringt. Das Final Four im EHF-Pokal soll her und eine vordere Platzierung in der Bundesliga. Ein Blick auf die Tabelle zeigt, dass zumindest Letzteres durchaus im Bereich des Möglichen ist. „Das freut mich sehr“, sagte Petkovic und grinste. Die gute Laune ist also trotz aller Personalsorgen noch nicht verflogen.

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