Handball

Füchse verzweifeln in Erlangen an Keeper Katsigiannis

Die Füchse kassieren zum Rückrundenstart in Erlangen einer herbe 29:34-Niederlage, weil sie ihre vielen Chancen nicht nutzen können.

Paul Drux (l.), Marko Kopljar (r.) und Co. zeigten gegen Erlangen zu wenig Gegenwehr in der Defensive.

Paul Drux (l.), Marko Kopljar (r.) und Co. zeigten gegen Erlangen zu wenig Gegenwehr in der Defensive.

Foto: Sportfoto Zink / Oliver Gold via www.imago-images.de / imago images/Zink

Berlin. Dieser letzte Pass, er war bezeichnend. Fabian Wiede beförderte den Ball ohne Not ins Aus. Kurz bevor die Schlusssirene ertönte und die sechste Saisonniederlage der Füchse Berlin besiegelt war. Der Handball-Bundesligist aus der Hauptstadt verlor am Sonntag mit 29:34 (11:13) beim Tabellenzehnten HC Erlangen und erlebt nun wohl nicht allzu fröhliche Weihnachten.

„Was wir abgeliefert haben, war katastrophal“, sagte Spielmacher Wiede. „Da muss sich jeder an die eigene Nase fassen“. Auch die erneuten Ausfälle von Dejan Milosavljev und Silvio Heinevetter im Tor (beide mit Knieverletzung) wollte der 25-Jährige nicht als Ausrede gelten lassen. „Das ist ein extremer Rückschlag. Wir hätten die letzten drei Spiele gewinnen müssen, um ganz oben noch anzugreifen.“

Dabei hatte die Mannschaft von Trainer Velimir Petkovic stark angefangen, sich bis zur 13. Minute einen Drei-Tore-Vorsprung erarbeitet (8:5), danach aber das Treffen erstmal nur im Energiesparmodus betrieben. Bis zur Pause kamen nur drei Tore hinzu – weil Paul Drux (mit acht Toren bester Füchse-Schütze) und Co. ihre Chancen nicht nutzten und immer wieder an Erlangens Keeper Nikolas Katsigiannis scheiterten. Der 37-Jährige glänzte mit elf Paraden, entschärfte einen Siebenmeter von Kapitän Hans Lindberg gleich doppelt (16. Minute) und ließ auch die übrigen Außenspieler verzweifeln.

Wiede kritisiert katastrophale Abwehrleistung der Füchse

Im Gegensatz zu den Füchsen leisteten sich die Erlanger vor dem gegnerischen Tor weniger Fehler, zeigten gnadenlose Effizienz. Was ihnen in der zweiten Hälfte dann auch recht schnell einen Fünf-Tore-Vorsprung bescherte (16:21/44.). Den Berlinern blieb nicht mehr viel anderes übrig, als hinterherzulaufen. „Wir haben einfach zu viele freie Bälle verworfen“, konstatierte Wiede. „In der zweiten Halbzeit kam dann eine katastrophale Abwehrleistung dazu. Und dann laufen wir dem Rückstand eben hinterher.“

Die Chance zur Wiedergutmachung bietet sich schon – nach einem kurzen Weihnachtsfest – am Donnerstag. In der Max-Schmeling-Halle empfängt der Tabellensechste dann den SC DHfK Leipzig (18 Uhr, Konferenz frei empfangbar auf Sky Sport News HD).

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