Handball

Fan stirbt vor Bundesliga-Spiel der Füchse in Berlin

Vor dem Bundesliga-Spiel der Füchse gegen die MT Melsungen ist ein Fan in der Max-Schmeling-Halle verstorben. Mit Folgen fürs Spiel.

Das Unglück passierte in der Max-Schmeling-Halle.

Das Unglück passierte in der Max-Schmeling-Halle.

Foto: Bildagentur-online/Schoening / picture alliance / Bildagentur-online/Schoening

Berlin. Das Spiel in der Handball-Bundesliga zwischen den Füchsen Berlin und der MT Melsungen ist von einem Todesfall überschattet worden. Vor der Partie stürzte am Eingang der Tribüne C in der Max-Schmeling-Halle ein Fan des Berliner Clubs schwer. Notarzt und Rettungssanitäter waren gleich zur Stelle, es kam aber jede Hilfe zu spät. Der Mann starb noch vor Ort in der Halle.

Der Beginn des Spiels wurde eine halbe Stunde nach hinten auf 19.30 Uhr verlegt. Die Füchse setzten dabei ihren Siegeszug durch ein 28:22 (15:15) vor 7428 Zuschauern fort. Mit dem sechsten Pflichtspielsieg in Serie zogen Füchse in der Tabelle an den Hessen vorbei. Beste Berliner Werfer waren Fabien Wiede mit sieben und Tim Mattes mit sechs Toren.

Füchse Berlin: Fan stirbt vor Spiel - Präsident Steffel verkündet Nachricht

Doch der tragische Zwischenfall drängte das Spiel, das die Füchse 28:22 gewannen in den Hintergrund. Füchse-Präsident Frank Steffel trat vor der Partie auf das Spielfeld und verkündete die traurige Nachricht. Zuvor hatte er mit der Witwe des Gestorbenen gesprochen. „Es wäre in seinem Interesse gewesen, dass das Spiel trotzdem stattfindet“, sagte Steffel.

So begann die Partie mit gedrückter Stimmung. In der sechsten Minute gingen die Berliner zwar erstmalig in Führung (4:3), doch anschließend taten sich die Gastgeber schwer. Zu viele Fehler im Angriff und zu wenig Zugriff in der Abwehr sorgten dafür, dass Melsungen sich auf vier Tore absetzen konnte (7:11).

Nach 15 Minuten kam Silvio Heinevetter für Dejan Milosavljev ins Berliner Tor. Und nun wachten die Gastgeber auf, standen besser in der Defensive und so kamen die Hessen nicht mehr so einfach zu Toren. Langsam holten die Füchse auf. Eine Minute vor der Pause glich Fabian Wiede zum 15:15 aus.

Diesen Schwung nahmen die Berliner mit in die zweite Halbzeit und starteten gleich fulminant mit einem 6:1-Lauf. Melsungen brauchte allein neuneinhalb Minuten, um den ersten Treffer nach dem Seitenwechsel zu erzielen. Die Berliner Abwehr mit Heinevetter war nun kaum noch zu überwinden. So dominierten die Füchse die Partie bis zum Ende.