Handball

Füchse kämpfen für einen launigen Dezember

Die Füchse wollen am Donnerstag gegen Melsungen gewinnen, um ihre Serie fortzusetzen und mit guter Laune in den Dezember zu starten.

Die Stimmung bei den Füchsen Berlin mit Trainer Velimir Petkovic (r.) und Kapitän Hans Lindberg ist gut. Das soll auch nach dem Heimspiel am Donnerstag so bleiben.

Die Stimmung bei den Füchsen Berlin mit Trainer Velimir Petkovic (r.) und Kapitän Hans Lindberg ist gut. Das soll auch nach dem Heimspiel am Donnerstag so bleiben.

Foto: Ronny Hartmann / dpa

Berlin. Nein, dieses Spiel gegen Melsungen zu opfern, das kommt für Trainer Velimir Petkovic wirklich nicht in Frage. Nur weil die Füchse Berlin an diesem Donnerstag (19 Uhr, Max-Schmeling-Halle) erst in der Bundesliga und am kommenden Dienstag (19 Uhr) im wohl ein wenig wichtigeren Viertelfinale im DHB-Pokal gegen die Hessen antreten müssen, schenkt er das Heimspiel gegen die MT nicht her. „Ich will beide Spiele gewinnen. Und meine Jungs auch“, sagt der 63-Jährige.

Schließlich hat der Berliner Handball-Bundesligist gerade einen richtig guten Lauf. Wettbewerbsübergreifend haben die Füchse die vergangenen fünf Spiele gewonnen – darunter Siege gegen echte Liga-Schwergewichte. Daher wäre eine Niederlage gegen die einen Platz vor dem Tabellensechsten rangierenden Melsunger „ein Rückschlag“ für Trainer Petkovic.

„Bei dem Lauf, den wir jetzt haben, wäre es gut, wenn wir das fortsetzen“, sagt der Coach, der den November ungeschlagen überstehen will. „Dann kannst du sagen: Du hast Rhein-Neckar Löwen, Magdeburg und Melsungen geschlagen und kannst mit guter Laune in den Dezember starten. Da haben wir die Chance, über die Winterpause oben zu bleiben.“ Mit Duellen gegen Hannover (8.12.) und Kiel (12.12.) warten weitere Topspiele.

Emotionales Spiel für Heinevetter und Müller

Erstmal steht aber nun das Doppel-Duell gegen Melsungen an. Der erste Streich am Donnerstag: „Melsungen ist eine Topmannschaft, die Ambitionen hat, ganz oben zu landen“, sagt Petkovic. „Das wird ein heißes Spiel.“ Das wissen die Berliner aus Erfahrung, haben sie die vergangenen drei Partien in der Bundesliga gegen die MT doch verloren. Aber Petkovic hat beobachtet, dass sich in Melsungen seit der vergangenen Saison etwas getan hat. „Das Spiel in der Deckung ist nicht mehr so körperbetont, so rustikal. Wir werden versuchen, das auszunutzen“, sagt der Trainer.

Einstellen musste er seine Mannschaft dafür nicht mehr. Die vergangenen Wochen haben ihr übriges getan, die Spieler sind motiviert, haben sie doch gesehen, dass man mit konstanten Leistungen einiges in der so engen Liga reißen kann. Für Michael Müller, der im Sommer aus Melsungen nach Berlin kam, und für Silvio Heinevetter, der nächsten Sommer von Berlin nach Melsungen wechselt, ist das Spiel eh schon emotional aufgeladen. „Jeder meiner Jungs weiß, dass du zu Hause verlieren kannst, wenn du nicht ans Maximum gehst“, sagt Petkovic. Auch sie werden sich nicht trauen, das Spiel am Donnerstag auf die leichte Schulter zu nehmen.

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