Handball

Keeper Milosavljev pariert die Füchse zum Derbysieg

Die Füchse Berlin gewinnen in Magdeburg mit 29:27 und feiern dank Torhüter Dejan Milosavljev einen stark erkämpften Derbysieg.

Füchse-Keeper Dejan Milosavljev hielt gegen Magdeburg insgesamt 18 Bälle, davon sogar vier Siebenmeter.

Füchse-Keeper Dejan Milosavljev hielt gegen Magdeburg insgesamt 18 Bälle, davon sogar vier Siebenmeter.

Foto: Hartmut Boesener via www.imago-images.de / imago images/Hartmut Bösener

Berlin. Dejan Milosavljev konnte gar nicht so laut brüllen, wie er gern wollte. In dieser letzten Minute eines hochklassigen Spiels, einer temporeichen Abwehrschlacht, eines echten Derbys. Der Keeper der Füchse Berlin hatte gerade einen Siebenmeter gehalten – den wohl entscheidenden Ball, der dem Berliner Handball-Bundesligisten am Donnerstagabend den 29:27 (14:14)-Sieg gegen den SC Magdeburg bescherte.

Wenige Sekunden später wurde der Serbe unter seinen Teamkollegen begraben, eine Berliner Jubeltraube, die nicht nur die zwei Punkte gegen den Erzrivalen aus Sachsen-Anhalt feierte, sondern auch den Sprung auf Tabellenplatz fünf – vorbei an den Magdeburgern. „Wir wollten eine gute Deckung spielen und einen guten Angriff“, sagte Trainer Velimir Petkovic. „Jetzt sind wir vor Magdeburg, ich freue mich riesig!“

Füchse-Spielmacher Fabian Wiede kassiert umstrittene Rote Karte

Dabei war das Duell mit dem SCM nach 20 Minuten noch härter geworden, als es ohnehin schon war. Als Spielmacher Fabian Wiede nach einem – nicht unbedingt rotwürdigen – Foul vom Platz gestellt worden war (21. Minute). Und die Füchse in dieser hitzigen Atmosphäre in der ausverkauften Halle plötzlich ohne ihren kreativen Kopf auskommen mussten. Doch die Berliner kämpften, mit Teamgeist, mit Michael Müller auf halbrechts und Jacob Holm in der Mitte sowie mit einem schier übermächtigen Torhüter.

Milosavljev brillierte mit insgesamt 18 Paraden, entschärfte sogar gleich vier Siebenmeter (insgesamt 14 in dieser Saison). „Mit gefällt es, in so einer Atmosphäre zu spielen“, sagte der Mann des Spiels. Doch die Partie blieb trotz der überragenden Leistung des 23 Jahre alten Sommer-Zugangs eng, keine Mannschaft konnte sich auf mehr als zwei Tore absetzen – zumal auch Magdeburg nach einer Roten Karte gegen Piotr Chrapkowski auf einen wichtigen Mann verzichten musste (22.). Nach der Pause wirkten jedoch die Füchse plötzlich verunsichert, agierten nervös und ohne erkennbaren Plan im Angriff.

Kapitän Lindberg glänzt mit zehn Toren

Nach drei Gegentoren in Folge war es dann aber mal wieder Kapitän Hans Lindberg, der die Berliner mit einem Siebenmeter Richtung Derbysieg lenkte (39.). Der Däne glänzte mit insgesamt zehn Toren. „Wir haben gekämpft und dran geglaubt, dass wir gewinnen können“, sagte der 38 Jahre alte Lindberg. „Und das haben wir dann auch getan.“ Mit dem Selbstvertrauen aus einer starken Leistung und dem Derbysieg geht es für die Füchse nun am Sonntag (16 Uhr, Max-Schmeling-Halle) gegen HK Malmö um den Einzug in die Gruppenphase des EHF-Pokals.

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