Handball

Füchse freuen sich auf ihren Lieblingsfeind

Das Spiel der Füchse in Magdeburg ist der Auftakt in wegweisende Wochen. Umso besser, dass sie einen besonderen Glücksbringer haben.

Velimir Petkovic hat als Trainer der Füchse noch nicht gegen Magdeburg verloren.

Velimir Petkovic hat als Trainer der Füchse noch nicht gegen Magdeburg verloren.

Foto: Andreas Gora / dpa

Berlin. Es ist schon ein bisschen her. Fast fünf Jahre, um genau zu sein. Im Dezember 2014 haben die Füchse Berlin zum letzten Mal gegen den SC Magdeburg verloren. Die Mannschaft, die an diesem Donnerstag (19 Uhr, Sky) in Sachsen-Anhalt antritt, weiß also gar nicht, wie sich so eine Niederlage gegen den SCM in der Handball-Bundesliga anfühlt.

„Gegen Magdeburg zu gewinnen, ist immer schwierig“, warnt Trainer Velimir Petkovic. „Ich will das so gern. Ich hab so viele gute Erinnerungen an diese Duelle.“ Denn nicht nur sein Team hat in den vergangenen Jahren immer gegen den Erzrivalen gepunktet, auch der Coach hat in seinen mittlerweile fast drei Jahren in Berlin noch nicht gegen Magdeburg verloren.

Die Bundesliga ist für den Füchse-Coach die stärkste Liga der Welt

Als wäre der Blick in die Geschichtsbücher nicht Motivation genug, wäre da auch noch das jüngste Duell, das den Berlinern vor dem Auftakt in wegweisende Wochen Mut machen sollte. Sechs Wochen ist es her, dass sich die Füchse im DHB-Pokalachtelfinale mit den Magdeburgern gemessen haben. Und nach einer dramatischen Partie ins Viertelfinale einzogen (31:30). „Wir haben schon einmal großartig gegen Magdeburg gespielt in dieser Saison“, weiß auch Trainer Petkovic. Warum sollten die Berliner das also nicht wiederholen?

Weil die Bundesliga gerade einer Wundertüte gleicht. Im oberen Drittel der Tabelle tummeln sich gleich acht Mannschaften, die für sich den Beinamen „Spitzenmannschaft“ beanspruchen und nur durch vier Punkte getrennt sind. Mittendrin: die Füchse und der SCM. „Ich hoffe schon, dass das Spiel im Oktober eine Rolle spielt. Aber diese Saison ist so ausgeglichen. Da kann alles passieren“, sagt Petkovic. „Die Bundesliga ist die einzige Liga in der Welt, in der der Letzte den Ersten schlagen kann!“ Und in der der Siebte nun den Vierten schlagen will. „Mit einem Sieg gegen Magdeburg sind wir vor denen“, sagt der 63-Jährige.

Vier Punkte und das Pokal-Halbfinale sind das Ziel

Ein Platz unter den ersten Fünf wäre eine gute Ausgangslage für das, was da in den kommenden Wochen auf die Füchse zukommt. Nachdem die Berliner am Sonntag im Rückspiel des EHF-Cups gegen Malmö (16 Uhr, Max-Schmeling-Halle) die Gruppenphase perfekt machen wollen, wartet in der Woche darauf das Liga-Heimspiel gegen die MT Melsungen (19 Uhr, Max-Schmeling-Halle). Neben dem Duell im Pokal-Viertelfinale gegen die Hessen stehen dann noch die Partien gegen Hannover und Kiel an.

Allesamt Mannschaften, die sich ebenso Richtung Tabellenspitze orientieren wie die Füchse. „Mein Wunsch ist, dass wir dann vier Punkte haben, und dann ist mir egal, wo wir stehen“, sagt Trainer Petkovic mit Blick auf die Lage nach den Spielen gegen Magdeburg und Melsungen. „Dann kannst du nämlich gar nicht so schlecht stehen. Irgendwo in der Spitzengruppe.“

Trainer Petkovic lobt die Alternativen auf halbrechts

Dass der Coach – abgesehen von Simon Ernst (Kreuzbandriss) und Mattias Zachrisson (Schulter-OP) – alle Mann an Bord hat, sollte Zuversicht schaffen. Zumal Spielmacher Fabian Wiede am Wochenende im EHF-Pokal sogar eine dringend notwendige Verschnaufpause bekam. „Ich hab Fabi das ganze Spiel geschont, er hat keine Sekunde gespielt“, sagt Petkovic.

Zu verdanken ist das der Entwicklung der Auswechselspieler um Michael Müller und Marko Kopljar, die sich in den vergangenen Wochen ordentlich gesteigert haben. „Michi ist wach geworden, Marko ist da. Die bringen uns sicher etwas Neues“, sagt Petkovic. Beim 34:27 in Malmö steuerte das Rückraum-Duo bereits sieben Tore von halbrechts bei. Ein Wert, der bei den Füchsen auch schon etwas länger nicht mehr in den Torschützenlisten aufgetaucht ist.

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