Handball

Neu-Fuchs Müller ist jetzt eine echte Alternative

Füchse-Rückraumspieler Michael Müller zeigt beim EHF-Cup-Sieg in Malmö, dass Trainer Velimir Petkovic nun öfter auf ihn setzen kann.

Michael Müller (l.) hat Trainer Velimir Petkovic durch gute Trainingsleistungen von sich überzeugt.

Michael Müller (l.) hat Trainer Velimir Petkovic durch gute Trainingsleistungen von sich überzeugt.

Foto: Andreas Gora / picture alliance / Andreas Gora

Berlin. Natürlich kehrten am Sonntag alle Spieler der Füchse Berlin als Gewinner zurück in die Hauptstadt. Schließlich hatte der Handball-Bundesligist am Tag zuvor in Malmö einen 34:27-Sieg im EHF-Cup gefeiert und damit einen wichtigen Schritt Richtung Gruppenphase gemacht. Mindestens ein Spieler aber war gleich ein doppelter Gewinner.

Michael Müller hatte nicht nur in Schweden eine überzeugende Leistung geboten – mit fünf Toren und einer Trefferquote von 100 Prozent. Der 35-Jährige hat sich in den vergangenen zwei Wochen die Gunst von Trainer Velimir Petkovic erarbeitet. Mit guten Trainingsleistungen, Extra-Schichten im Kraftraum und seinem mannschaftsdienlichen Verhalten. „Wir haben eine sehr gute erste Halbzeit gespielt und da den Grundstein gelegt“, sagte Müller also am Sonnabend.

Seit Saisonbeginn verbrachte Müller die meiste Zeit auf der Bank

An diesem „wir“ war Müller maßgeblich beteiligt, war für Fabian Wiede in die Anfangsformation rotiert und hatte seine ganze Erfahrung eingebracht. „Es war wichtig, dass er gezeigt hat, dass er der Mannschaft helfen kann“, sagte auch Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning über den rechten Rückraumspieler, der im Sommer aus Melsungen zu den Berlinern kam. Seit Saisonbeginn aber hatte Müller die meiste Zeit auf der Bank verbracht, konnte bei Kurzeinsätzen kaum überzeugen.

Ebenso wie seine Teamkollegen Frederik Simak und Stipe Mandalinic. Während Jungfuchs Simak (21) auch gegen Malmö einige gute Aktionen zeigte, fiel Mandalinic im Rückraum eher durch unglückliche Fehlwürfe auf. Umso wichtiger ist es für die Füchse, dass sich immerhin Müller zu einer leistungsstarken Alternative auf halbrechts entwickelt hat.

Spielmacher Wiede kann endlich mal durchschnaufen

Vor allem im Hinblick auf die kommenden Wochen, in denen nicht nur das Rückspiel gegen Malmö am kommenden Sonntag (16 Uhr, Max-Schmeling-Halle) ansteht. Auch die Bundesliga-Duelle gegen Magdeburg am Donnerstag (19 Uhr, Sky), gegen Melsungen, Hannover und Kiel werden ein echter Kraftakt. „Wir hatten die Möglichkeit, Spielanteile zu verteilen und mussten nicht das komplette Team durchs Dorf jagen“, sagte Hanning zum Auftritt seines Teams. Dass Trainer Petkovic so vor allem seinem Spielmacher Wiede eine Pause verschaffen konnte, macht den Nationalspieler ebenfalls zum doppelten Gewinner dieses EHF-Cup-Ausflugs nach Malmö.

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