Handball

Füchse feiern Sieg in Nordhorn und Kapitän Lindberg

Die Füchse Berlin gewinnen beim Tabellenletzten in Nordhorn mit 34:24. Kapitän Lindberg feiert gleich zwei Bundesliga-Meilensteine.

Weltmeister Hans Lindberg verwandelte seinen 1000. Siebenmeter.

Weltmeister Hans Lindberg verwandelte seinen 1000. Siebenmeter.

Foto: Andreas Gora / dpa

Berlin/Nordhorn. Michael Müller musste so einiges aushalten. Nach Schlusspfiff kassierte der Rückraumspieler der Füchse Berlin mehr als einen Schulterklopfer. Weil der 35-Jährige beim 34:24 (18:12)-Erfolg des Berliner Handball-Bundesligisten gegen die HSG Nordhorn-Lingen am Sonntagnachmittag endlich mal zeigen konnte, warum er nach Berlin geholt wurde. Und weil er in der Schlussphase drei Tore zum Kanter-Sieg beisteuerte.

„Er hat sich in den vergangenen Wochen mit guten Leistungen empfohlen“, sagte Trainer Velimir Petkovic. Dabei war Müller kein Einzelfall. Der Coach gab einigen Spielern Einsatzzeit, die zuletzt fast immer auf der Bank saßen. Jungfuchs Frederik Simak durfte sich ebenso beweisen wie Stipe Mandalinic, der in den Schlussminuten ran durfte und mithalf, den Sieg mit zehn Toren Vorsprung einzufahren.

„Das war ein verdienter Sieg für uns. Ich bin richtig stolz auf das, was wir hier gezeigt haben“, sagte Petkovic. „Wir haben unsere Lektion gelernt.“ Nachdem die Füchse vor drei Wochen gegen Aufsteiger Balingen (30:31) noch eine peinliche Niederlage hinnehmen mussten, präsentierten sie sich gegen den Tabellenletzten aus Nordhorn deutlich selbstbewusster.

Kapitän Lindberg erzielt seinen 2200. Bundesliga-Treffer

Nach einer engen Anfangsphase, in der die Führung immer wieder wechselte, setzten sich die Berliner ab der 16. Minute mit einem Fünf-Tore-Lauf ab. Den verdienten Sieg sicherten vor allem die neun Tore vom wieder mal treffsicheren Kapitän Hans Lindberg, der in der 18. Minute seinen 2200. Bundesliga-Treffer und wenig später seinen 1000. Siebenmeter im Kasten der Nordhorner versenkte.

Doch nicht nur im Angriff agierten die Füchse überzeugender als zuletzt. Auch die Defensive stand stabil, die von insgesamt 16 Paraden von Keeper Dejan Milosavljev unterstützt wurde. „Unsere Deckung ist unser Trumpf. Wenn wir hinten gut stehen, gewinnen wir das Spiel“, bilanzierte Milosavljev, der gleichzeitig schon einen Blick nach vorn warf: „Die nächsten drei Wochen werden schwierig.“ Auf die Füchse wartet ein hartes Programm, am Sonnabend geht es in der dritten Qualifikationsrunde im EHF-Cup nach Malmö, ehe die Bundesliga-Duelle in Magdeburg (21.11.) und gegen Melsungen (28.11.) anstehen.