Handball

Füchse wollen auch gegen die Kleinen groß aufspielen

Die Füchse müssen an diesem Sonntag in Nordhorn antreten und zeigen, dass sie auch gegen den Aufsteiger bestehen können.

Paul Drux (M.) und die Füchse Berlin wollen ihren Aufwärtstrend gegen Nordhorn fortsetzen.

Paul Drux (M.) und die Füchse Berlin wollen ihren Aufwärtstrend gegen Nordhorn fortsetzen.

Foto: nordphoto / Engler / picture alliance / nordphoto

Berlin. Ja, es nagt immer noch an ihnen. Dieses 30:31. Gegen Balingen vor drei Wochen. Kein Ergebnis, das einem ambitionierten Handball-Bundesligisten gerecht wird. Keine Leistung, die die Füchse Berlin wiederholen sollten. Schon gar nicht an diesem Sonntag, wenn die Berliner beim Aufsteiger HSG Nordhorn-Lingen antreten (13.30 Uhr, Sky).

Gut, dass die Mannschaft von Trainer Velimir Petkovic in der Zwischenzeit noch Selbstvertrauen hinzugewinnen konnte. Mit dem Sieg am vergangenen Wochenende gegen die Rhein-Neckar Löwen (23:22). „Nach dem schlechten Ergebnis in Balingen waren wir extrem enttäuscht, waren gegen die Löwen dann aber richtig eingestellt“, sagt Nationalspieler Paul Drux. „Da haben wir gezeigt, dass wir Qualität im Kader haben und solche Spiele auch gewinnen können. Deshalb war es umso enttäuschender, dass wir die zwei Punkte in Balingen nicht mitnehmen konnten.“

Die Niederlage beim Aufsteiger Balingen-Weilstetten dürfte ein Warnschuss zur rechten Zeit gewesen sein. Das erneute Duell mit einem Bundesliga-Neuling werden die Füchse nicht noch einmal unterschätzen. Auch wenn Trainer Petkovic weiß, dass die Einstellung gegen einen schwächeren Gegner eine andere ist als gegen eine Spitzenmannschaft. „Jetzt fährst du wieder zu einem Aufsteiger, die sind Tabellenletzter. Das geht automatisch in die Köpfe der Spieler“, weiß der Coach, warnt aber gleichzeitig: „Die haben eine richtig gute Mannschaft und mit Bart Ravensbergen und Björn Buhrmester sehr gute Torhüter. Hart, unangenehm, unbekannt.“

In Liga, Pokal und EHF-Cup stehen den Füchsen harte Wochen bevor

Nordhorn steht zwar am Ende der Tabelle, hat Anfang Oktober aber schon den SC DHfK Leipzig ins Straucheln gebracht (33:30) und sich die bislang einzigen zwei Punkte gesichert. „Das ist die Kunst von Mannschaften, die oben mitspielen wollen. Dass man in jedem Spiel den Fokus setzt und nicht nur dann, wenn der Gegner THW Kiel heißt oder Rhein-Neckar Löwen“, sagt Rückraumspieler Drux, „sondern auch gegen die vermeintlich einfachen Aufgaben. Wobei wir gesehen haben, dass es in dieser Liga in dieser Saison keine einfachen Aufgaben gibt.“

Deshalb stehen den Füchsen anstrengende Wochen bevor. Nach dem Duell in Nordhorn geht es im EHF-Pokal zweimal gegen Malmö (16.11./24.11.), in der Liga gegen Magdeburg (21.11.) und zweimal gegen Melsungen (Liga 28.11. und Pokal 3.12.). Dann warten noch die Aufgaben gegen Tabellenführer Hannover (5.12.) und Kiel (12.12.). Vorher aber gilt es, die Schmach aus Balingen wiedergutzumachen. „Wir müssen jetzt einfach zeigen, dass wir voll da sind, souverän auftreten. Dass wir den Gegner nicht auf die leichte Schulter nehmen und mit zwei Punkten nach Hause fahren“, sagt Drux.