Handball

Füchse spielen wieder mit Herz und Leidenschaft

Die Füchse haben wieder Erfolg, weil sie mit der richtigen Einstellung spielen. Nationalspieler Wiede reißt seine Teamkollegen mit.

Füchse-Star Fabian Wiede spielte gegen die Rhein-Neckar Löwen überragend.

Füchse-Star Fabian Wiede spielte gegen die Rhein-Neckar Löwen überragend.

Foto: Andreas Gora / dpa

Berlin. Die Auszeichnung passte perfekt. Nach dem grandiosen Sieg der Füchse über die Rhein-Neckar Löwen (23:22) wurde Berlins Rückraumstar Fabian Wiede als bester Spieler des Monats Oktober ausgezeichnet. Der 25-Jährige nahm die edle Uhr in der Schmeling-Halle nur allzu gern in Empfang, war er doch beim Erfolg gegen den zweimaligen deutschen Meister aus Mannheim am Sonntagnachmittag einer der herausragenden Akteure auf dem Platz. „Unser Plan gegen die Löwen hat gut funktioniert“, sagte Wiede und schmunzelte.

Füchse gewinnen verdient gegen Topklub aus Mannheim

An der Umsetzung der taktischen Vorgaben hatte Wiede freilich selbst großen Anteil. Der Linkshänder war von Beginn der Partie an hellwach und legte ein fast schon unheimlichen Zug zum Tor vor. Wiede zeichnete für die ersten vier Füchse-Tore verantwortlich. Sein Einsatz war vorbildlich, und er zog damit auch die Teamkollegen auf höchstem Niveau mit. Mit der Folge, dass die Füchse den Erfolg gegen den Topklub aus Mannheim vollauf verdient hatten. „Die Bereitschaft war bei allen bis zum Ende immer da. Aus meiner Sicht war die erste Halbzeit die beste, die wir im ganzen Jahr gespielt haben“, lobte Geschäftsführer Bob Hanning seine Mannschaft. Für die Füchse war der Erfolg nach durchwachsenen Leistungen nun wie eine Befreiung.

Füchse-Spieler können sich bis Dezember auszeichnen

Vor der Partie gegen den Topklub aus Mannheim hatten Hanning und Trainer Velimir Petkovic ihre Profis noch öffentlich in die Pflicht genommen. „Wir sind derzeit nicht glücklich mit dem, was wir abrufen. Das haben wir der Mannschaft auch unmissverständlich zu verstehen gegeben“, hatte Hanning gesagt. Bis Dezember wolle man sich nun angucken, mit wem man dann in die nächste Saison gehen werde. Die klare Ansage kam offenbar richtig an, denn gegen die Löwen zeigte die gesamte Mannschaft höchstes Engagement und bewies auch endlich ihre spielerische Klasse.

Neben Wiede glänzen auch Lindberg, Holm und Milosavljev

Während Wiede vor allem in den ersten 15 Minuten herausstach, zog im mittleren Teil der Partie Hans Lindberg die Aufmerksamkeit auf sich. Der Däne verwarf zwar drei Siebenmeter, konnte den Fehlwürfen aber insgesamt neun Tore (davon zwei Siebenmeter) entgegensetzen. In den letzten zehn Minuten der Partie drehte dann Jacob Holm richtig auf und erzielte binnen drei Minuten drei Treffer. Im Tor der Füchse überzeugte der Serbe Dejan Milosavljev mit 18 Paraden (davon drei Siebenmeter). „Die ersten Bälle sind für einen Torhüter besonders wichtig. Wenn du erst einmal nichts hältst, geht der Kopf schnell runter“, erklärte der Schlussmann, der in der 2. Minute gleich einen Siebenmeter gegen Nationalspieler Uwe Gensheimer abwehrte.

„Wenn der Kopf und die Bereitschaft immer so da gewesen wären, hätten wir nicht gegen Minden, Balingen oder Leipzig verloren“, betonte Hanning. „Aber das zeigt ja, dass das Potenzial da ist. Und von den Charakteren unserer Spieler bin ich eh überzeugt.“ Die Wochen bis zum Jahresende werden zeigen, ob die Füchse auf dem hohen Niveau wie gegen die Rhein-Neckar Löwen stabil agieren können.