Handball

Drux und Wiede schwören sich auf Medaillen-Mission ein

Die Füchse-Spieler Drux und Wiede bereiten sich mit der Nationalmannschaft ab Montag auf die EM vor. Zwei Länderspiele stehen an.

Bundestrainer Christian Prokop (r.) setzt in der Rückraum-Mitte auf Füchse-Spieler Paul Drux.

Bundestrainer Christian Prokop (r.) setzt in der Rückraum-Mitte auf Füchse-Spieler Paul Drux.

Foto: Soeren Stache / dpa

Hamburg. Sieben Tage, zwei Spiele, ein Ziel: Die deutschen Handballer schwören sich ab Montag auf ihre Medaillen-Mission bei der Europameisterschaft (10. bis 26 Januar in Österreich, Schweden und Norwegen) ein. Beim letzten Lehrgang der Nationalmannschaft im Jahr 2019, der laut Bundestrainer Christian Prokop „entscheidenden“ Lehrgangswoche mit Blick auf das Turnier, geht es auch um die letzten freien Kaderplätze.

„Diejenigen, die dabei sind, haben jetzt die Chance, sich gut zu präsentieren“, sagte Prokop vor dem Abflug am Montag nach Zagreb. Er freue sich „unheimlich, mit den Jungs wieder in der Halle“ zu stehen: „Wir wollen an den operativen Zielen arbeiten, die uns dann in die Medaillenränge spülen sollen.“

Diese Aussage von Prokop ist vor allem für Fabian Wiede und Paul Drux eine gute Nachricht. Die beiden Rückraumspieler der Füchse Berlin gelten für die beiden kommenden Länderspiele gegen den zweimaligen Olympiasieger Kroatien am Mittwoch in der kroatischen Hauptstadt und am Sonnabend in Hannover als Leistungsträger. Und können sich berechtigte Hoffnungen auf ein EM-Ticket machen.

Füchse-Torhüter Heinevetter muss tatenlos zuschauen

„Diese Spiele sind seit Langem mal wieder richtige Gradmesser-Spiele“, sagte Bundestrainer Prokop voller Vorfreude, der in den kommenden Tagen vor allem das neue Torhüter-Duo beobachten wird. Dario Quenstedt (THW Kiel) steht an der Seite von Platzhirsch Andreas Wolff (Vive Kielce) vor einer Bewährungsprobe. „Beide Torhüter haben gute Leistungen in ihrem Verein gezeigt. Und jetzt möchte ich sie als Gespann bewerten und sehen, wie die Woche zusammen mit dem Team läuft“, sagte Prokop.

Bestätigt der Neu-Kieler Quenstedt, der den Vorzug gegenüber Füchse-Torhüter Silvio Heinevetter erhielt, seine Leistungen aus dem Verein, winkt auch ihm das EM-Ticket. Berlins Keeper muss also erstmal tatenlos zusehen, wie sich die nächste Torhüter-Generation beweisen will.

Prokop testet noch weitere Handball-Talente

Ihre Chance auf großer Bühne erhalten auch andere deutsche Hoffnungsträger: Rechtsaußen Timo Kastening vom Liga-Überflieger Hannover und der Göppinger Marcel Schiller auf dem linken Flügel. Sie könnten die für den Lehrgang nicht berücksichtigten Patrick Groetzki (rechts) und Matthias Musche (links) verdrängen. Als Debütant fiebert zudem Luca Witzke (SC DHfK Leipzig) auf der Rückraummitte-Position seinem ersten Länderspiel entgegen. Julius Kühn, der die WM im eigenen Land im vergangenen Januar aufgrund eines Kreuzbandrisses verpasst hatte, feiert seine Rückkehr.

Die Lust auf das kommende Jahr mit der EM und der Chance auf die Olympischen Spiele im Sommer in Tokio ist bei Prokop schon jetzt zu spüren. Die Ziele sind nach Platz vier bei der WM groß. „Wenn man ein Turnier auf Platz vier beendet, weckt das einfach Appetit und Hunger auf mehr“, sagte Prokop mit Blick auf den Januar: „Unser Ziel ist, dass wir das Halbfinale erreichen und hoffentlich einen Schritt weiter gehen.“