Handball

Füchse schlagen sich in acht Minuten selbst

Die Füchse Berlin kassieren beim 25:29 gegen Minden schon die zweite Saison-Niederlage und hadern mit zu vielen Fehlern.

Am Boden: Mijajlo Marsenic (l.) wird von Torwart Dejan Milosavljev getröstet.

Am Boden: Mijajlo Marsenic (l.) wird von Torwart Dejan Milosavljev getröstet.

Foto: O.Behrendtvia www.imago-images.de / imago images / Contrast

Berlin. Es waren nur acht Minuten. Acht Minuten, die den Füchsen Berlin am Mittwochabend aufzeigten, dass noch eine Menge Arbeit vor dem Berliner Handball-Bundesligisten liegt. Länger brauchten die Gäste aus Minden nicht, um das Spiel für sich zu entscheiden und dem Team von Trainer Velimir Petkovic eine herbe 25:29 (11:12)-Niederlage zuzufügen. Für die Füchse ist es bereits die zweite Pleite im dritten Spiel in dieser noch jungen Saison.

„Ich bin richtig, richtig enttäuscht“, sagte der Coach. Und auch Manager Bob Hanning war unzufrieden mit der Vorstellung der Mannschaft: „Das ist im Ansatz nicht das, was man von einer Mannschaft der Füchse erwartet.“ Und das obwohl man in der ersten Hälfte den Eindruck bekam, dass die Berliner durchaus überlegen waren. Die 6276 Zuschauer in der Max-Schmeling-Halle mussten jedoch mitansehen, wie die Hausherren die Gäste aus Nordrhein-Westfalen trotzdem nicht abschütteln konnten und kurz vor Pausenpfiff sogar noch den Treffer zum 11:12 hinnehmen mussten.

Nur Torhüter Milosavljev kann überzeugen

In der zweiten Halbzeit häuften sich dann die Fehler, ein Fehlpass nach dem nächsten bescherte den Berlinern einen Sechs-Tore-Rückstand (16:22/44. Minute) – innerhalb der besagten acht Minuten. Der Angriff wirkte ideenlos, die Abwehr teilweise überfordert, die Stimmung auf dem Feld wurde von Minute zu Minute gereizter. „Wir waren unzufrieden, da müssen wir eine bessere Körpersprache hinkriegen“, sagte Fabian Wiede. Eine Reaktion zeigten Kapitän Hans Lindberg (mit sieben Treffern bester Werfer der Berliner), Paul Drux und Co. aber trotzdem nicht. Die elf Paraden von Torhüter Dejan Milosavljev verhinderten nur Schlimmeres.

Trainer Petkovic hatte neben den Langzeitverletzten Mattias Zachrisson (Schulter), Marko Kopljar (Achillessehne) und Jacob Holm (Meniskus) auch wieder auf Simon Ernst verzichten müssen. Der Spielmacher, der nach zwei Kreuzbandrissen erst vor zwei Wochen sein Debüt für die Füchse gegeben hatte, musste wegen eines Pferdekusses seinen ungeliebten Platz auf der Tribüne einnehmen. Das kreative Talent des Spielmachers fehlte auf dem Feld ganz offensichtlich.

Drei Tage bleiben dem Tabellenelften jetzt, um aus den Fehlern vom Mittwochabend zu lernen. Am Sonntag wartet auf die Füchse das Auswärtsspiel in Göppingen (16 Uhr, Sky).